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Bewerben per App: Wie HR Software dabei unterstützt

Bewerben per App: Wie HR Software dabei unterstützt

Immer mehr Kandidaten wollen sich mobil bewerben. HR Software Hersteller und Jobbörsen haben auf dieses Bedürfnis reagiert und bieten bereits Funktionen an, die das ermöglichen. Relativ neu ist, die Möglichkeit, sich per App zu bewerben.

Mobile Recruiting auf der Überholspur

Die Zeichen der Zeit stehen auf Mobile Recruiting, daran lässt sich nichts rütteln. Gemeint ist die Rekrutierung über mobile Endgeräte. Viele Hersteller von Bewerbermanagementsystemen haben die Weichen dafür auch bereits gestellt und bieten für ihre Karrierehomepages zum Beispiel fertige Templates für responsive Stellenanzeigen an. Diese lassen sich individuell von dem Anwenderunternehmen anpassen und sind perfekt auf mobilen Endgeräten darstellbar. Kandidaten können also getrost mit ihrem Smartphone auf Jobsuche gehen.

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Allerdings hakt es oft noch an einer mobilfreundlichen Möglichkeit, sich zu bewerben. Oftmals landen Kandidaten beim Klick auf den Bewerben-Button nämlich auf umständlich auszufüllenden Bewerberformularen. Mit dem Smartphone ist das praktisch nicht zu handhaben. Denn es gilt, diverse Textfelder mit Inhalten zu füllen. Das mag so mancher Kandidat nicht und bricht den Bewerbungsprozess an dieser Stelle ab. Verständlich.

Kandidaten wollen sich mobil bewerben

Unternehmen sind aber in der Bringschuld und sollten das ändern. Denn inzwischen präferiert ein Fünftel der Kandidaten eine vollständig mobile Bewerbung gegenüber der traditionellen Bewerbung. So lautet das Ergebnis der Studie Rercuiting Trends der Universität Bamberg. Drei von zehn Kandidaten geben in diesem Zusammenhang auch an, dass sie sich deutlich häufiger auf eine Stelle bewerben, wenn die Möglichkeit zur mobilen Bewerbung gegeben ist.

Die Autoren der Studie kommen daher zum dem Schluss: „Unternehmen (sind) am Zug, den Wünschen der Kandidaten Folge zu leisten, um die eigene Reichweite zu erhöhen und mehr potenzielle Bewerber zu erreichen.“

Doch welche Möglichkeiten bestehen bei der mobilen Bewerbung? Hier setzen sich gerade verschiedene Formen durch:

  1. Die One-Click-Bewerbung: Die One-Click-Bewerbung ermöglicht Stellensuchenden per Mausklick auf den Bewerbungs-Button in einer Stellenanzeige, ihr aktuelles Bewerberprofil aus einem Karrierenetzwerk wie Xing oder LinkedIn oder aus einer Lebenslaufdatenbank in das Bewerbermanagementsystem des Wunscharbeitgebers zu importieren.
  2. Bewerben per Chatbot: Der Bewerber wird beim Klick auf den Bewerben-Button in einer Stellenanzeige zu einem Chatbot weitergeleitet. Ein Fenster ploppt auf, das wie ein Instant Messenger daherkommt. Mit dem Unterschied, dass der nachfolgende Chat nicht mit dem Personaler eines Unternehmens geführt wird, sondern mit einem Roboter. Der Chatbot fragt dann nach und nach die folgenden Daten ab: Name, Erfahrungen, bisherige Arbeitgeber, Arbeitserfolge, Gehaltsvorstellungen, Starttermin, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Das Besondere: Das Talent kann innerhalb von nicht einmal 30 Sekunden die wichtigsten Daten zu seinem Profil eingeben, ohne diese wie in einem Anschreiben ausformulieren zu müssen. Der Chatbot sammelt die Eingaben und bereitet sie für den Recruiter ansehnlich und strukturiert auf. Hier bieten etwa das Startup RecruitingBot oder HR Software Hersteller Carerix gute Lösungsmöglichkeiten.

Bewerben per App: So funktioniert‘s

Und dann gibt es da noch Variante Nummer drei, die sich mehr und mehr durchsetzt: Bewerben per App. Bekannt wurde das Prinzip durch das Berliner Startup und HR Software Hersteller truffls, inzwischen wurde es aber auch von anderen Lösungsanbietern, beispielsweise von dem Karriereportal Monster, aufgegriffen.

Bewerben per App funktioniert bei truffls in etwa so: Bewerber laden sich die kostenlose App des jeweiligen Anbieters herunter und loggen sich mit ihrem XING- oder LinkedIn-Profil ein. Ein Algorithmus wertet nun die dort hinterlegten Daten vollautomatisch aus und liefert sofort passende Stellenangebote von verschiedenen Arbeitgebern.

Per Swipe zum neuen Job

Streicht der Nutzer jetzt das angezeigte Inserat nach links aus dem Bild, lehnt er den vorgeschlagenen Job ab und bekommt ein neues, dank lernfähigem Algorithmus, noch treffenderes Angebot. Ein Swipe nach rechts hingegen bedeutet, dass der Nutzer an der Stellenanzeige interessiert ist.

Das Unternehmen erhält jetzt das anonyme Kurzprofil des Suchenden und entscheidet, ob es ebenfalls Interesse hat. Falls ja, erhält der Jobsuchende eine Benachrichtigung und weiß somit, dass er gute Chancen hat, und kann seine Bewerbung jetzt gezielt verschicken. Das Unternehmen sieht erst jetzt das hinterlegte Xing- oder LinkedIn-Profil.

Der Vorteil: Personalabteilungen sprechen mit solchen Recruiting-Apps auch die bislang schwer erreichbare Zielgruppe der passiv Suchenden an. Kandidaten, die mit ihrem Job latent unzufrieden sind, suchen vielleicht nicht offensiv auf Online-Jobbörsen nach einer neuen Stellen, über Bewerbungs-Apps aber schon eher.

Bewerben per App über Jobportale

Auch das Karriereportal StepStone bietet eine Job App für iPhone und Android an, die die Möglichkeit vorsieht, direkt eine Bewerbung von unterwegs zu verschicken. Per Klick auf „Jetzt bewerben“ in einer Stellenanzeige öffnet sich automatisch eine übersichtliche Eingabemaske. Sind Kontaktdaten und Dokumente einmal hinterlegt, können sie für jede Bewerbung erneut genutzt werden.

Ebenso kommen Anbieter von Bewerbermanagementsystemen langsam auf den Geschmack der Bewerbung per App. Sie bieten Arbeitgebern die Möglichkeit, ihre individuelle App zu designen, die die Inhalte der Karriereseite spiegelt und die Möglichkeit bietet, sich direkt zu bewerben. Meist wie bei truffls durch die Übermittlung des Xing- oder LinkedIn-Profils

Recruiting wird zum Dialog mit dem Bewerber

Für Arbeitgeber bedeutet das, sich umstellen zu müssen. Die Informationen, die sie künftig über Bewerbungs-Apps erhalten, sind eher als ein erster Lead zu verstehen und nicht als vollständige Bewerbung.

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Nach der ersten Kontaktaufnahme besteht aber die Möglichkeit, weiterführende Informationen von dem Kandidaten anzufordern. Künftig wird Bewerben immer mehr als ein Dialog angelegt sein, in dessen Verlauf Bewerber und Recruiter sich Stück für Stück annähern.


 

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Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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