Bewerbermanagementsystem: 5 unverzichtbare Funktionen

Bewerbermanagementsystem: 5 unverzichtbare Funktionen

Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual: Bei der Suche nach einem passenden Bewerbermanagementsystem müssen sich Anwender durch eine Vielzahl an Angeboten wühlen. Wir sagen Ihnen, auf welche Funktionen Sie auf keinen Fall verzichten sollten.

Systematisches Bewerbermanagement gewinnt an Bedeutung

Nie war die Ausgangslage von Kandidaten auf dem Arbeitsmarkt günstiger. Stellenangebote gibt es en masse und immer mehr Arbeitgeber sprechen Talente direkt an. Experten bezeichnen das als Active Sourcing. Darauf haben sich viele Potenzialträger inzwischen auch eingerichtet.

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Laut der Studie Recruiting Trends 2017 der Universität Bamberg wollen viele inzwischen lieber angesprochen werden, statt selbst zu suchen. Jeder zweite Kandidat verzichtet daher auf die aktive Suche nach einer neuen Stelle. Das sind 11,5 Prozent mehr als noch im Jahr 2009.

1. Was ein Bewerbermanagementsystem können sollte: Sourcing

Arbeitgeber haben auch darauf reagiert und suchen verstärkt in Lebenslaufdatenbanken und Businessnetzwerken wie Xing und LinkedIn nach passgenauen Talenten. Doch die Suche in den einzelnen Portalen kostet viel Zeit und bringt oft nur ungenaue Ergebnisse zum Vorschein.

Hinzu kommt, dass Talente mit einem hochspezialisierten Profil oftmals gar nicht auf den allgemeinen Businessnetzwerken zu finden sind. Sie tummeln sich eher unter ihresgleichen auf Spezialisten-Plattformen.

Gut aufgeräumte Bewerbermanagementsysteme halten für dieses Problem die passende Lösung parat. Die Rede ist von so genannten Sourcing-Lösungen. Das Prinzip: Die Algorithmen durchsuchen mit einem Suchauftrag Lebenslauf-Datenbanken, soziale Medien und Businessnetzwerke und lassen dabei auch Nischenbereiche des WWW nicht außen vor. Spezielle Fachcommunities wie Github oder Stackoverflow zum Beispiel.

Sie tragen aus den verschiedenen Kanälen gezielt Informationen über passende Kandidaten zusammen. Recruiter erhalten zu jedem Kandidaten ein automatisch generiertes Profil inklusive Kontaktdaten und Profilbild. Nun brauchen sie die Talente nur noch der Reihe nach anzusprechen. Einfacher geht’s nicht, passive Kandidaten zu finden und für sich zu begeistern.

2. Was ein Bewerbermanagementsystem können sollte: Karrierehomepage

Aber natürlich muss auch aktiv suchenden Kandidaten jedwede Möglichkeit geboten werden, um sich zu informieren und zu bewerben. Auch hierbei kann ein gutes Bewerbermanagementsystem unterstützen.

Gute Applicant Tracking Systeme, wie Bewerbermanagementsysteme auch genannt werden, bieten zu diesem Zweck zum Beispiel eine fertige Karrierehomepage in responsivem Design, die per Schnittstelle an die hauseigene Webseite angebunden werden kann.

Sie verfügt über alles, was ein Bewerber zur Informationssuche über eine Vakanz benötigt:

  • Ein Portal, auf dem er sich über Weiterbildungsmöglichkeiten, Work Life Balance Maßnahmen oder Karriereaussichten informieren kann.
  • Ein Stellenportal, in dem alle Stellenanzeigen eines Unternehmens übersichtlich abrufbar sind.
  • Multiposting-Funktion: Stellenanzeigen können mit dieser nicht nur im hauseigenen Stellenportal, sondern zeitgleich in einer Vielzahl von Jobbörsen veröffentlicht werden.

3. Was ein Bewerbermanagementsystem können sollte: One-Click-Bewerbung

In der Regel besteht für Kandidaten die Möglichkeit, sich über einen Bewerben-Button in einer Stellenanzeige bei einem Arbeitgeber zu bewerben. Umso besser, wenn ein Bewerbermanagementsystem neben der klassischen Formularbewerbung auch die Möglichkeit zur One-Click-Bewerbung bietet.

Das Prinzip: Ein Fingertipp auf das Display des Smartphones genügt und die Daten des LinkedIn- oder Xing-Profils eines Bewerbers wandern ins Bewerbermanagement-System des Arbeitgebers. Binnen Sekunden stehen Recruitern auf diese Weise Name, Adresse, Kontaktdaten, berufliche Stationen und Qualifikationen eines Talents zur Weiterverarbeitung in ihrem Applicant Tracking System parat.

Übrigens: Fast die Hälfte der Talente sieht in der One-Click-Bewerbung eine wichtige Bewerbungsform der Zukunft. Das geht aus der Studie Recruiting Trends 2018 hervor, die die Universität Bamberg kürzlich veröffentlicht hat.

4. Was ein Bewerbermanagementsystem können sollte: Matching

Soweit, so gut. Angenommen, die Daten eines Bewerbers liegen inzwischen wohlgeordnet im Bewerbermanagementsystem vor. Wie geht es nun weiter? Bestenfalls können Recruiter im nächsten Schritt über so genannte Matching-Algorithmen ermitteln, inwieweit ein Bewerber zu einer Vakanz passt.

Auch das geht in aller Regel denkbar einfach:

  • Der Personaler definiert in dem System die Skills, nach denen er sucht.
  • Klick.
  • Fertig.

Und schon erscheint eine Übersicht über alle relevanten Talente, die infrage kommen. Fein säuberlich nach Passgenauigkeit geordnet. Das erleichtert die Vorauswahl immens.

5. Was ein Bewerbermanagementsystem können sollte: Kommunikation erleichtern

Ein Bewerbermanagementsystem sollte auch bei der Kommunikation mit der Fachabteilung unterstützen. In vielen Tools lassen sich die Informationen über die am besten geeigneten Kandidaten nicht nur mit den Ansprechpartnern aus den Fachabteilungen teilen. Sie können hierin auch Bewertungen bezüglich des Talents vornehmen.

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Das erspart so manches zeitraubende Meeting und ermöglicht eine zeitnahe Rückmeldung gegenüber Kandidaten, auf die diese zunehmend größeren Wert legen.

Auch die Kommunikation mit den Talenten lässt sich über ein gutes Applicant Tracking System bestens steuern. Per Knopfdruck erhalten sie entweder eine Absage oder eine Einladung zum persönlichen Kennenlernen.

 


 

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Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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