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Bewerbermanagementsystem: Kandidaten begeistern – aber richtig!

Bewerbermanagementsystem: Kandidaten begeistern – aber richtig!

Eigentlich ist die Rechnung denkbar einfach: Unternehmen, die potenziellen Mitarbeitern im Bewerbungsprozess eine miese Candidate Experience kredenzen, müssen damit rechnen, dass ein Großteil der Bewerber abspringt! Wie dieses Szenario mit einem Bewerbermanagementsystem vermieden werden kann.

Candidate Experience: Eine Begriffsdefinition

Unter der Candidate Experience sind alle Berührungspunkte eines Talents mit einem Bewerber im Recruiting-Prozess zu verstehen. Je besser die Erfahrungen auf den einzelnen Etappen ausfallen umso wahrscheinlicher, dass das Talent am Ball bleibt und irgendwann den Arbeitsvertrag unterschreibt.

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Doch laut der Studie „Talent Relationship Marketing 2018“ von PhenomPeople ist das selten der Fall. Mehr als die Hälfte der Bewerber berichtet über schlechte Erfahrungen im Recruting. Das ist gleich in mehrfacher Hinsicht schlecht. Denn rund drei Viertel der Kandidaten teilen negative Erlebnisse öffentlich. Besonders beliebt dafür sind Arbeitgeber-Bewertungsplattformen. Das ist keine gute Werbung.

Um Talente nachhaltig zu verärgern bedarf es nicht viel

Was viele Unternehmen unterschätzen: Um Talente nachhaltig zu verärgern, bedarf es nicht viel. Die meisten sind bereits nach einer einzigen schlechten Erfahrung richtig angefressen. Das kann soweit gehen, dass ein Kandidat von seinen Bewerbungsabsichten Abstand nimmt.

Das passiert zum Beispiel dann, wenn die Karriereseite zu oberflächlich daher kommt und Kandidaten nicht die Informationen bietet, für die sie sich interessieren. Und das ist häufiger der Fall als mancher glaubt. Laut der Studie Recruting Trends der Universität Bamberg bietet ein Viertel der größten deutschen Unternehmen keine zielgruppenspezifische Karrierewebsite an.

Drei Viertel der Arbeitgeber haben keinen Mitarbeiterblog

Drei Viertel verzichten außerdem auf das Bereitstellen eines Blogs, in denen Mitarbeiter über ihre Arbeit berichten. Allerdings würden sich 80 Prozent der Kandidaten eine zielgruppenspezifische Karrierewebsite wünschen und 60 Prozent fänden es gut, wenn sie darauf einen Mitarbeiter-Blog fänden.

Auch an die Bedürfnisse mobiler Bewerber denken Unternehmen selten. Viele Karrierewebseiten sind nicht für Smartphones optimiert und der Bewerbungsprozess schon gar nicht. Mobile Bewerber müssen sich meist über ein Bewerberformular bewerben, das über ein Smartphone nur schwer auszufüllen ist.

One-Click-Bewerbung: Was ist das?

Besser ginge es mit der One-Click-Bewerbung. One-Click-Bewerbungen ermöglichen es Kandidaten, das eigene Bewerberprofil aus einem Karrierenetzwerk, einer App oder einer Lebenslaufdatenbank mit nur einem Klick an den Wunscharbeitgeber zu senden.

Ein weiteres Problem im Recruitingprozess: Bei der Kommunikation mit den Kandidaten lassen sich Unternehmen zuviel Zeit. Nur die wenigsten kommunizieren kontinuierlich mit ihren Bewerbern und halten sie auf dem Laufenden, wie weit der Recruitingprozess fortgeschritten ist.

Wie lässt sich die Recruitingpraxis mit einem Bewerbermanagementsystem verbessern?

Diese Recruitingpraxis ist das Gegenteil von dem, was sich Kandidaten wünschen: Im Internetzeitalter sind Bewerber daran gewöhnt, dass alles schnell und unkompliziert geht. Nur im Bewerbungsprozess treffen sie auf nicht mobil darstellbare Seiten, komplexe Prozesse, zu wenig Informationen und müssen lange auf Feedback warten. Das ist für sie nicht nachvollziehbar.

Dabei wäre mit dem richtigen Bewerbermanagementsystem alles so einfach. Die meisten Bewerbermanagementsysteme beinhalten zum Beispiel Karriereseiten, die als Modul an die eigene Homepage angebunden werden können. Sie lassen sich mit wenigen Handgriffen an das eigene Corporate Design anpassen und liegen in responsivem Design vor. Das heißt, dass sich die Karriereseite in Höhe und Breite automatisch auf das Endgerät anpasst, auf dem sie abgerufen wird. Das erfreut die größer werdende Schar mobiler Bewerber.

Bewerbermanagementsystem: Gestalten einer Karriereseite

Hier können sie sich ohne Hindernisse und Darstellungsprobleme über alles informieren, was sie interessiert. Vorausgesetzt die Inhalte stimmen. Aber auch das ist kein Problem: Sowohl Texte, Bilder, Grafiken als auch Videos und der eigene Mitarbeiterblog können leicht in die Seite integriert werden. Ebenfalls Bestandteil der Karriereseite ist ein Stellenportal, in dem offene Vakanzen veröffentlicht werden können. Dank Multiposting können diese über ein Bewerbermanagementsystem nicht nur auf der hauseigenen Webpage online gestellt werden, sondern mit einem Klick auch auf verschiedenen Jobportalen.

Ein Bewerbermanagementsystem macht überdies verschiedene Bewerbungsverfahren möglich. In jede Stellenanzeige ist ein Bewerbungs-Button integriert, der im besten Fall den Bewerbungsprozess der Wahl anstößt:

  • E-Mail-Bewerbung
  • Formularbewerbung
  • One-Click-Bewerbung

Die eingegangenen Daten werden automatisch in dem Bewerbermanagementsystem hinterlegt. Lädt ein Bewerber seinen Lebenslauf im PDF-Format aus, kann dieser dank eines integrierten CV-Parsers automatisch ausgelesen und in die Bewerberakte übertragen werden.

Geschwindigkeit im Recruiting erhöhen

Um die Geschwindigkeit im Recruiting zu erhöhen und Kandidaten lange Wartezeiten zu ersparen, ist innerhalb eines Bewerbermanagementsystems außerdem alles auf schnelle Prozesse ausgelegt.

Mit einem Klick können die eingegangenen Bewerbungsdaten mit dem Recruiting Team geteilt werden. Über eine Bewertungsfunktion können alle Beteiligten ihr Votum abgegeben, ob ein Bewerber zum Interview eingeladen werden soll oder nicht. Das macht langwierige Meetings und Terminabsprachen überflüssig und gewährleistet ein rasches Feedback gegenüber Talenten.

Bewerbermanagementsystem: Jobinterview mal anders

Nun steht das Jobinterview an. Kompliziert wird dieses Unterfangen allerdings bei Talenten, die weit weg wohnen. Der betreffende Bewerber müsste eine lange Reise auf sich nehmen. Für ein Gespräch von ein, zwei Stunden. Das steht oft in keinem Verhältnis.

Entwarnung! Mit einem Bewerbermanagementsystem gibt es einen Weg, die Nerven des Talents zu schonen. Interessant ist dieser vor allem für global rekrutierende Unternehmen. Die Rede ist von einem Videointerview.

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Und so geht’s: Der Recruiter versendet zunächst eine Termineinladung. Enthalten ist ein Link. Über diesen kann sich der Kandidat am Stichtag ganz einfach über seinem Browser einloggen und das Interview führen. Sollen weitere Kollegen aus dem Recruiting-Team dabei sein, ist auch das kein Problem. Sie können mit wenigen Klicks in die Videokonferenz eingebunden werden.

Bewertung nach dem Jobinterview

Nach dem Interview nutzen Recruiter einfach die in das Bewerbermanagementsystem integrierte Interview-Scorecard, um die einzelnen Talente gemeinsam zu bewerten. Das System errechnet nach Abgabe der Bewertungen den Kandidaten, der am besten zu der Stelle passt. Wieder entfallen lange Abstimmungszyklen und die finale Rückmeldung an den Kandidaten geht ruckzuck raus. Wie gesagt: Mit dem richtigen Tool ist ein zeitgemäßes Bewerbermanagement alles andere als ein Hexenwerk.

 


 

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Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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