Datenhosting: Was Sie darüber wissen müssen…

Datenhosting: Was Sie darüber wissen müssen…

Bedenken gegen Datenhosting in der Cloud hielten sich lange. Doch Cloud ist nicht gleich Cloud. Wer Daten zum Beispiel in einem zertifizierten Rechenzentrum hosten lässt, ist auf der sicheren Seite. Die entsprechende Zertifizierung kommt zum Beispiel vom TÜV. Worauf bei der Auswahl eines Anbieters zu achten ist… (Bild: Sergio Mostovyi / Dollarphotoclub)

Insbesondere die HR Szene übt sich in punkto Datenhosting in der Cloud nach wie vor in Zurückhaltung. Denn in diesem Bereich spielt der Datenschutz eine erhebliche Rolle. Handelt es sich doch zum größten Teil um hochsensible personenbezogene Daten, die vorgehalten werden müssen. Nichtsdestotrotz liegen aber auch die Vorteile einer dezentralen Datenunterbringung auf der Hand.

  • Diese sind via W-Lan jederzeit von jedem Ort abrufbar.
  • Der Trend geht verstärkt zu mehr Mobilität in der Arbeitswelt – auch im Bereich HR. Insofern brauchen auch Personaler verstärkt mobilfähige Programme.

Datenhosting: Auch für HR immer wichtiger

In der Folge setzen sich immer mehr HR Verantwortliche mit dem Thema Datenhosting auseinander. Viele Hersteller von HR Software Technologien bieten auch bereits entsprechende Lösungen an. Doch hier sollte nicht voreilig zugegriffen werden. Wichtig ist zunächst, wo die Daten gehostet werden und vor allem wie.

 

Entrepreneur woman browsing a laptop and eating at home

Foto: Antonioguillem / Dollarphotoclub

Spätestens seit den Enthüllungen von Whistleblower Eward Snowden weiß die ganze Welt um die Bedeutung von Servern und Datenbanken, die innerhalb der EU-Landesgrenzen stehen: Diese unterliegen den strengen Sicherheitsauflagen der EU und sind deshalb nicht gefährdeter vor Hacking-Angriffen als klassische On-Premise-Lösungen. Jeder Datentransfer über EU-Landesgrenzen hinweg kann hingegen aufgrund anderer gesetzlicher Richtlinien angezapft werden.

Datenhosting: Worauf es bei der Auswahl eines Anbieters ankommt

Insofern ist es bei der Auswahl einer cloudbasierten HR Software von besonderer Bedeutung, Informationen über das Rechenzentrum zu recherchieren, in denen die Daten gehostet werden sollen. Das zentrale Stichwort lautet in diesem Zusammenhang „IT Service Fabrik“. Rechenzentren, die diesen Titel tragen sind von Experten des TÜV SÜD nach  der Norm „ISO 20 000“ zertifiziert und gelten als die sichersten ihrer Art.

Diese international anerkannte Norm legt die Anforderungen für stets gleichbleibend hohe Qualität und Sicherheit für IT Service Management (ITSM) fest. Unter den Begriff IT Service Management fallen alle notwendigen Maßnahmen und Methoden, die die Geschäftsprozesse von IT-Organisationen bestmöglich unterstützen.

Datenhosting: Die Anforderungen für eine Zertifizierung sind hoch

Die Anforderungen für eine Zertifizierung sind hoch. Denn nur wenige Rechenzentren verfügen über ein ausreichendes Set an Prozessen. Und so gibt es aktuell weniger als 100 ISO 20 000-zertifizierte IT-Dienstleister in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Zertifizierungsprozess beschäftigt sich nicht allein mit der vorhandenen Hardware. Das griffe zu kurz. Um eine maximale Datensicherheit zu garantieren, kommt es schließlich auch darauf an, dass zwischenmenschliche Prozesse höchst zuverlässig funktionieren.

Datenhosting: Ausfallsicherheit ist das A und O
Und so erstreckt sich das Spektrum, das vom TÜV überprüft wird, über
Ku
ndenberatung
, laufende Services bis hin zum Krisenmanagement bei Störfällen. Kurzum: Beim Zertifizierungsverfahren steht das komplette IT Service Management zur Debatte.

Ziel ist es, in jedem Bereich einheitliche Standards und Prozesse einzuführen und damit die Gefahr von Ausfällen deutlich zu minimieren: Denn wenn immer nach dem gleichen Ablauf gehandelt wird, erleichtert das beispielsweise Absprachen und Arbeitsübergaben erheblich und beugt Fehlern vor.

HR-Software Vergleich DOWN ALTE

Das heißt aber nicht, dass einmal etablierte Prozesse nicht weitergedacht würden. Im Gegenteil. Bestandteil des Zertifizierungsprozesses ist die kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung eines bestehenden Systems. Einmal ISO 20 000 ist also nicht immer ISO 20 000! Die Zertifikatsinhaber müssen sich jährlich einer Überprüfung unterziehen und sich alle drei Jahre neu zertifizieren lassen.

Aufwand, der sich jedoch für alle Seiten bezahlt macht. Auch der Kundeprofitiert gleich mehrfach:

  • Erstens kann er davon ausgehen, dass seine IT-Services immer auf dem neuesten Stand sind – auch in punkto Sicherheit und Compliance.
  • Zweitens führen die aus den standardisierten Prozessen resultierenden Routinen zu mehr Effektivität und Wirtschaftlichkeit. Hieraus können sich Kostenvorteile für beide Seiten ergeben.
  • Drittens: Die Verpflichtung zur steten Weiterentwicklung garantiert Kunden, dass seine IT-Infrastruktur mit den Anforderungen des Marktes konsequent Schritt hält.

(Bilder: Dollarphotoclub)


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Kategorien: Fachbeiträge

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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