Die 3 Top-Trends im Human Ressources Management für 2018

Die 3 Top-Trends im Human Ressources Management für 2018

Um die Top-Trends im Human Ressources Management für das Jahr 2018 vorherzusagen, bedarf es nicht des Blickes in die Glaskugel. Anhand aktueller Arbeitsmarktzahlen und -entwicklungen lässt sich klar erkennen, in welchen HR-Bereichen immense Herausforderungen lauern. Wie Unternehmen und Personaler darauf reagieren sollten.

Wirtschaftsboom setzt HR unter Druck

Deutschlands Wirtschaft boomt. Sogar so sehr, dass der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung jüngst seine Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland im laufenden und kommenden Jahr deutlich nach oben korrigiert hat.

HR-Software Vergleich UP

Die Wirtschaftsweisen erwarten jetzt für 2017 ein Wachstum von 2,0 Prozent statt wie noch wie im Frühjahr angenommen von 1,4 Prozent. Für 2018 hoben sie ihre Prognose von 1,6 Prozent auf 2,2 Prozent an.

Für das Human Ressource Management in Unternehmen hat das erhebliche Auswirkungen:

  • Der Personalbedarf im Fach- und Führungskräftemarkt nimmt durch den starken Wirtschaftsaufschwung weiter zu. Die ohnehin schon zugespitzte Lage im Recruiting entspannt sich somit auch  2018 nicht.

Welche Top-Trends ergeben sich aus diesen Faktoren für 2018 im Human Ressources Management?

Top-Trend Nummer eins: Mehr Mobilität im Recruiting

Um im leer gefegten Arbeitsmarkt Kandidaten zu finden, muss die Personalbeschaffung neu gedacht werden. Studien belegen immer wieder, dass zu komplizierte, zu lange oder nicht mobil optimierte Recruiting-Prozesse Bewerber abschrecken.

Laut der „Mobile Recruiting Studie 2017″, die das Portal meinestadt.de in Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain durchgeführt hat, verprellen Arbeitgeber fast die Hälfte an Bewerbern, wenn sie ihnen keine mobiltaugliche Bewerbungsmöglichkeit anbieten. Da bleibt also viel Potenzial ungenutzt

Das ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich sind Bewerber es von anderen Online-Angeboten gewöhnt, dass diese mit wenig Aufwand auch per Smartphone funktionieren. Das reicht von der Partnersuche bis hin zur Geldtransaktion.

Nicht mobil optimierte Recruiting Prozesse: Warum so viele Bewerber abspringen

Nur die Bewerbung scheidet aus! Das passt für sie in einer zunehmend digitalisierten Welt nicht zusammen und wirft unweigerlich ein schlechtes Licht auf den Arbeitgeber, der ganz offensichtlich nicht mit der Zeit geht. Die Folge: Sie springen ab.

Dabei gibt es längst Möglichkeiten für mobile Bewerber: Die One-Click-Bewerbung zum Beispiel, mit der ein Bewerber mit einem Klick die Daten aus seinem Xing- oder LinkedIn-Profil statt eines klassischen Lebenslaufs direkt ins Bewerbermanagementsystem eines Arbeitgebers importieren kann. Das ist optimal für mobile Bewerber, die dann nicht umständlich Bewerbungsformulare auf dem Smartphone ausfüllen müssen. Immer mehr HR Software Hersteller bieten diese Funktion in ihren Programmen an.

Die Alternative: Der Einsatz eines Chatbots, das ist ein Roboter für Kommunikationsaufgaben. Das Prinzip funktioniert wie folgt: Der Bewerber klickt auf den Bewerben-Button in einer Stellenanzeige. Der Chatbot wird damit aktiviert und stellt dem Talent über eine Art Instant Messenger einige Fragen zu seiner Bewerbung:

  • Name
  • Erfahrungen
  • Bisherige Arbeitgeber
  • Arbeitserfolge
  • Gehaltsvorstellungen
  • Starttermin
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse

Das Besondere: Das Talent kann die Fragen des Chatbots perfekt mobil beantworten und innerhalb von nicht einmal 30 Sekunden die wichtigsten Daten zu seinem Profil eingeben, ohne diese wie in einem Anschreiben ausformulieren zu müssen.

Der Chatbot sammelt die Eingaben und bereitet sie für den Recruiter ansehnlich und strukturiert auf. Bei Interesse kann der Recruiter Kontakt aufnehmen und weitere Informationen wie Lebenslauf, Arbeitszeugnisse oder CV anfordern.

Top-Trend Nummer zwei: Mehr Tempo im Bewerbermanagement

Die Rekrutierung einer Fachkraft dauert im Schnitt mindestens zwei Monate, bei Führungskräften sogar länger. Viel zu lange! Bleiben Posten so lange offen, muss ein Arbeitgeber bereits mit Produktivitätsverlusten rechnen.

Zudem werden die bestehenden Mitarbeiter einer höheren Belastung ausgesetzt, was die Mitarbeiterzufriedenheit senken und Fluktuationsrate in die Höhe treiben kann. In Zukunft wird es im Human Ressources Management daher darum gehen, geeignete Maßnahmen zu finden, um die Einstellungsdauern zu verkürzen. Dazu muss die HR-Abteilung technisch besser ausgestattet werden.

Das kann durch den Einsatz eines modernen Bewerbermanagement-Systems gelingen. Der Prozessablauf könnte zum Beispiel so aussehen: Nach dem Eingang einer One-Click-Bewerbung wird der  Recruiter auf all seinen Endgeräten automatisch über den Erhalt der eingegangenen Daten informiert und kann diese auf jedem beliebigen Gadget ad hoc weiterverarbeiten: Er qualifiziert die Bewerbungseingänge und leitet die besten an den Linienmanager weiter.

Innerhalb des Bewerbermanagement-Systems können alle Prozessverantwortlichen im nächsten Schritt Bewertungen vornehmen, sich via Chat oder in speziellen Communities über das Talent austauschen und dieses zum Bewerbungsgespräch einladen. Das geht per Laptop oder wiederum mit einigen Fingertipps auf das Smartphone. Unpassende Bewerber erhalten derweil eine zeitnahe automatisierte Absage.

Top-Trend Nummer drei: Mehr Tempo im Personalmanagement

Es ist nur allzu logisch, dass Kandidaten, die Wert auf einen mobilen Bewerbungsprozess legen, konsequenterweise auch erwarten, dass sich diese Erfahrung nach der Einstellung auch in den anderen Bereichen des Personalmanagements fortsetzt.

HR-Software Vergleich DOWN

Ein klassisches Beispiel: Sie wollen nicht mehr umständlich Urlaubszettel ausdrucken, ausfüllen, zu HR tragen und warten müssen, bis das Papier nach Tagen wieder zurückkommt. Durch eine  Mitarbeiter-App wäre das deutlich leichter zu handhaben. Und zwar so:

  • Urlaub mit einem Klick beantragen.
  • Die Information geht umgehend an HR.
  • HR bestätigt oder lehnt mit einem Mausklick oder einem Wischen auf dem Smartphone-Display ab.

Mit solchen Tools lässt sich mitunter in Sekunden bewältigen, was früher Tage in Anspruch nahm. Solche Beispiele gibt es für alle Bereiche des Human Ressources Managements. Um nur ein paar zu nennen:

  • Personalentwicklung: Hier ermitteln smarte Algorithmen den Weiterbildungsbedarf eines Mitarbeiters automatisch und schlagen auch gleich die Lernangebote vor, die zu dem jeweiligen Lerntyp passen.
  • Einsatz- und Nachfolgeplanung: Mit der richtigen HR Software überlassen Personaler in diesem wichtigen Bereich nichts dem Zufall. Sie haben jederzeit das Organigramm ihres Unternehmens im Blick, werden an bevorstehende Austritte erinnert und erhalten automatisierte Unterstützung bei der Planung des künftigen Stellenbedarfs und dessen bestmöglicher Besetzung.
  • Performance Management: Mit moderner Software können Unternehmens-, Team- und individuelle Ziele für jeden Mitarbeiter, HR und Vorgesetzte in einer Übersicht transparent gemacht werden. Der Mitarbeiter erkennt, wo er den größten Beitrag zur Zielerreichung leisten kann und definiert seine eigenen Aufgaben und Ziele. Führungskräfte geben diese im System frei und können jederzeit den Fortschritt bei der Zielerreichung verfolgen und bei Bedarf eingreifen.

 


Sie wollen sich über eine neue Software informieren und Fehlinvestitionen vermeiden? Dann empfehlen wir Ihnen unser E-Book So vermeiden Sie Fehlinvestitionen“ zum kostenlosen Download.

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Erforderliche Felder sind markiert*