Diese 5 HR Trends sollten Sie 2018 auf Ihrem Radar haben

Diese 5 HR Trends sollten Sie 2018 auf Ihrem Radar haben

    Im Jahr 2017 hat die Personalwirtschaft viel über die Art und Weise, wie Kultur- und Leistungsprobleme in Unternehmen gelöst werden können, diskutiert. Im Jahr 2018 kommt ein weiterer großer interner Wandel auf HR zu. Dieses Mal wird der Fokus auf dem Einsatz neuer Technologien und HR Software liegen: Wie helfen diese dabei, Menschen zu finden, Menschen zu binden oder sogar Menschen zu ersetzen? Diese die fünf größten HR Trends kommen auf Sie zu.

    HR Trend Nummer eins: Passive Kandidaten

    Das Headhunting passiver Kandidaten war schon immer Teil der Personalbeschaffung. In der kommenden Zeit wird sich dieser HR Trend massiv verstärken. Aus zwei Gründen:

    1. Unternehmen haben branchenübergreifend mit einem massiven Personalengpass zu kämpfen. Ihnen bleibt gar nichts anderes übrig, als eigenhändig auf die Suche zu gehen.
    2. Nie war es einfacher Lebenslaufinformationen vielversprechender Talente zu sammeln. Die moderne Technik hilft dabei. Das sollten Personaler nutzen.

    Dank der sozialen Medien ist es einfacher als je zuvor, mit Kandidaten in Kontakt zu treten. Doch die manuelle Suche nach passiven Kandidaten gestaltet sich oft als ein einziger Zeitfresser. Also haben sich HR Software Entwickler etwas einfallen lassen, um stressgeplagten Recruitern unter die Arme zu greifen.

    Es gibt inzwischen Tools, die das Suchen nach passiven Kandidaten für sie übernehmen. Die Rede ist von so genannten Talentsuchmaschinen oder Sourcing-Software wie Talentwunder, OpenWeb, entelo, amazingHiring oder TalentBin. Sie suchen das WWW nach vorher definierten Suchbegriffen nach passenden Kandidaten ab –  auch in Online-Regionen, in die Recruiter niemals von sich aus vordringen würden.
    Zum Beispiel in Spezialcommunities wie Github oder Stackoverflow, wo sich zum Beispiel rare und begehrte IT Talente tummeln. Die gefundenen Informationen liefern sie dem Suchenden fein säuberlich sortiert aus und erstellen auch gleich ein Ranking, welcher der Kandidaten am besten zur ausgeschriebenen Stelle passt.

    HR Trend Nummer zwei: Virtuelle Teams

    Virtuell zu arbeiten – zu Hause, in einem Café oder wo auch immer -, ist schwer im Kommen. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich das Volumen der Beschäftigten, die zumindest teilweise im Home-Office arbeiten vervierfacht und liegt jetzt bei 37 Prozent.
    Ein wesentlicher Treiber dafür ist die VPN-Technologie, die den sicheren Zugriff auf Arbeitssysteme von nahezu jedem Computer aus erleichtert. Dies macht es auch Personalern möglich, von fast jedem Ort der Welt zu rekrutieren oder Personalmanagement zu betreiben. Auch hierauf haben viele Software Anbieter inzwischen reagiert und bieten für die virtuelle HR Arbeit nützliche Apps an, über die HR-Experten wichtige ToDo’s ganz leicht auch von unterwegs erledigen können.
    Aus Unternehmenssicht ist die Bereitstellung solcher Remote-Work-Funktionen für HR eine Möglichkeit, aktuelle Mitarbeiter zu binden und die Arbeitszufriedenheit zu steigern. So sind die Prozesse in der HR-Arbeit stets im Fluss und es kommt nicht zu unangenehm langen Wartezeiten, weil der Personaler gerade keinen Zugriff auf die Daten hat. Das heißt: Mitarbeiter müssen nicht ewig auf die Genehmigung von Urlaubsanträgen, Weiterbildungen, Arbeitsutensilien oder Arbeitszeitänderungen warten. Alles funktioniert rund um die Uhr mit wenigen Klicks.

    HR Trend Nummer drei: Anonyme Einstellungsverfahren

    Die Tech-Industrie und insbesondere das Silicon Valley wurden 2017 durch Vorwürfe einer vorurteilsbehafteten Rekrutierung neuer Mitarbeiter erschüttert. Der einfachste Weg, um Kontroversen zu minimieren? Machen Sie einen Blind-Hiring-Prozess.
    Tatsächlich lässt sich in den Standard-Recruiting-Prozessen eine unbewusste Voreingenommenheit gegenüber Talenten nicht immer ausschließen. Denn Geschlecht, Alter und Ethnie sind dem Recruiter bekannt. Bei anonymen Bewerbungsprozessen werden diese Informationen dagegen aus dem Lebenslauf entfernt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das  erste Screening der Kandidaten rein auf Fähigkeiten und Errungenschaften fokussiert. Es gibt sogar Rekrutierungssoftware, die das Screening automatisiert und die entsprechenden Daten der Kandidaten anonymisiert.
    Wer nun meint, der Trend zur anonymen Bewerbung spiele eher in den USA eine Rolle, irrt. Das haben die Forscher der Universität Bamberg in der Studie “Recruiting Trends 2017” herausgefunden.
    So bewertet fast ein Drittel der Bewerber (27,6 Prozent) die anonyme Bewerbung als Recruiting-Instrument der Zukunft. “Vergleicht man die Antworten basierend auf dem Geschlecht der Teilnehmer”, heißt es in der Studie, “so bevorzugen mehr Frauen als Männer die anonyme Bewerbung. 31,6 Prozent der Frauen sehen mehr Vor- als Nachteile in der anonymen Bewerbung, während es unter den Männern nur 25,5 Prozent sind.” Unternehmen sollte das zu denken geben…

    HR Trend Nummer vier: Gamification

    Gamification ist eine Technik, die sich in allen Branchen durchsetzt. Die Idee dahinter: Die Skills eines Talents werden  in einem Spielformat getestet. Bei der App Bayercareer vom Großkonzern Bayer treten beispielsweise zwei Spieler nach dem Prinzip der Sendung “Wer wird Millionär” gegeneinander an und konkurrieren um ihr Wissen über den Pharma- und Chemiekonzern.
    Mit dem Spiel verfolgt Bayer natürlich einen Zweck: Die App vermittelt allen Teilnehmern einerseits Wissenswertes zur Geschichte der Firma und ganz nebenbei ein positives Image. Darüber hinaus sieht HR, welche Mitarbeiter sich gut mit der beruflichen Materie auskennen.
    Gamification funktioniert auch im Bereich der Mitarbeiterentwicklung. Eine der geläufigsten Gamification-Anwendungen ist Ribbon Hero von Microsoft. Hierbei handelt es sich um ein Spiel, bei dem die Nutzer verschiedene Aufgaben erfüllen und so spielerisch in die Welt von Excel, Word und Powerpoint eingeführt werden.
    Die Herausforderungen sind dabei in eine Geschichte rund um die Büroklammer Clippy eingebettet. Das Programm mit der kleinen Klammer als Protagonist, die den Anwender in die sonst eher unaufgeregte Office-Welt entführt, kommt gut an: Mittlerweile ist Ribbon Hero 2 auf dem Markt.

    HR Trend Nummer fünf: Sag’ hallo zu Kollege Roboter

    In vielen Bereichen führt künstliche Intelligenz längst wiederholbare Aufgaben aus. In Zukunft werden Tools noch intelligenter und unterstützen Arbeitnehmer auch bei der Entscheidungsfindung. Schon bei den früheren industriellen Revolutionen brachen branchenübergreifend Einsatzbereiche für den Menschen weg. Während uns die Industrialisierung körperliche Arbeit abgenommen hat, kratzen die digitalen Errungenschaften aber nun an den geistigen Jobs.

    Schon heute tracken zum Beispiel moderne Systeme im Bereich der Lagerarbeit, wie effizient Mitarbeiter ihren Dienst machen, wann sie zur Arbeit kommen, wann sie wieder gehen und wie aktiv sie in der Zwischenzeit waren. Auch die Fehlerquote wird ermittelt oder Arbeit automatisch zugeteilt. Wozu bedarf es da noch einem Teamleiter?
    Oder nehmen wir das Recruiting: Längst gibt es effiziente Systeme, die Personalleitern die Personalauswahl erleichtern, indem sie die gesuchten Skills gegen die vorhandenen Talente eines Bewerbers abgleichen und eine Handlungsempfehlung abgeben.
    Ergo: Viele Aufgaben werden über kurz oder lang Maschinen erledigen – alles, was digitalisiert und automatisiert werden kann, wird digitalisiert und automatisiert. Das wird so manchen Posten obsolet machen. Bleiben werden nur die Humanressourcen, die nicht nur verwalten und administrieren, sondern gestalten und entwickeln. Sie sind unersetzbar. Denn darin ist der Roboter äußerst beschränkt. Er kann nicht mit dem Unvorhersehbarem umgehen. Das ist das Hoheitsgebiet des Menschen.
    Der Computer hantiert mit Zahlen, Daten und Fakten, die bereits da sind. Neues erschaffen kann er nicht. Aber der Mensch. Indem er herumtüftelt, ausprobiert, schlussfolgert, ableitet und experimentiert. Gestalter, Entrepreneure und Innovatoren haben über alle Ebenen hinweg nichts vor der Technik zu fürchten. Mit diesen Humanressourcen wird sich HR intensiv befassen müssen, um ihnen den besten Weg zu ebnen, sie in ihre zukünftige Positionen zu bringen.

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