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Digitalisierung und Weiterbildung: Das neue digitale Liebespaar

Digitalisierung und Weiterbildung: Das neue digitale Liebespaar

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Permanent werden neue Technologien eingeführt, die neue Kompetenzen und Fähigkeiten erfordern. Arbeitnehmer müssen sich daher kontinuierlich weiterbilden. Aber die Digitalisierung bietet auch Chancen für die berufliche Weiterbildung.

Digitalisierung: Qualifikationsbedarf steigt

„Die Digitalisierung geht mit einem steigenden Qualifikationsbedarf einher.“ Das sind die einleitenden Worte des aktuellen IW-Trends 1/2018. Die empirische Vierteljahresschrift des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln trägt die Überschrift „Weiterbildung 4.0 – Digitalisierung als Treiber und Innovator betrieblicher Weiterbildung“.

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Die Quintessenz daraus: Mit der fortschreitenden Digitalisierung müssen in Unternehmen häufiger IT-Kompetenzen vermittelt werden, weil sich Programme und IT-Anwendungen permanent weiterentwickeln. Gleichzeitig führt das zu Verschiebungen in den nicht- digitalen Kompetenzbereichen der Arbeitnehmer.

Denn mit jedem Programmupdate verschieben sich inhaltliche Verantwortungsbereiche ein bisschen mehr. Da digitale Anwendungen dem Menschen immer mehr Routinetätigkeiten abnehmen, hat dieser mehr Kapazitäten, sich um um kreative und strategische Inhalte zu kümmern. An diesem Punkt stoßen Computer nämlich an ihre Grenzen. Das führt allerdings dazu, dass sich parallel zum Anwenderwissen auch das Fachwissen wandelt und zunehmend schneller veraltet. Die Konsequenz: Mitarbeiter befinden sich in einer voll digitalisierten Arbeitswelt gleich in mehrfacher Hinsicht in einem permanenten Lernmodus.

Die Digitalisierung eröffnet neue Lernmöglichkeiten

Die Digitalisierung führt damit zu neuen Anforderungen in der betrieblichen Weiterbildung. Wissen muss schneller als früher und vor allem kontinuierlich angeeignet werden. Die Digitalisierung fordert die Personalentwicklung aber nicht nur heraus, sie bietet auch neue Lernmöglichkeiten, die 84 Prozent der weiterbildungsaktiven Unternehmen bereits realisieren, wie die Wissenschaftler des IW-Köln konstatieren: „Dabei nutzen digitalisierte Unternehmen digitale Lernangebote häufiger als andere Unternehmen. Als wichtigstes Motiv für den Einsatz digitaler Lernangebote nennen Unternehmen, dass sich diese gut in den Arbeitsalltag integrieren lassen.“

Digitales Lernen bietet aus Sicht der befragten Unternehmen nämlich den großen Vorteil, dass es sich mit einer hohen zeitlichen und räumlichen Flexibilität einsetzen lässt. Immer dann, wenn neues Wissen benötigt wird, ist dieses zum Beispiel durch Lernvideos, Foren, Wikis oder dergleichen verfügbar. Mitarbeiter können sich auf diese Weise neues Wissen außerdem in kleinen, verdaulichen Portionen aneignen.

Hauseigene Wissensplattformen

Auch für Unternehmen, die mit ihren Mitarbeitern sehr spezialisierte Lerninhalte teilen wollen, gibt es Lösungen. Moderne HR Software macht’s möglich. Mit ihr lassen sich hauseigene Wissensplattformen aufbauen, in denen sie zum Beispiel hauseigenen Videocontent, Blogartikel und dergleichen mit exklusivem Expertenwissen vorhalten.

So kann jeder Arbeitnehmer, der neue Erkenntnisse teilen möchte, selbst zum Broadcaster werden und sehr kurzfristig animierte Präsentationen oder Videos auf hohem Niveau erstellen. Und: Mit wenig Aufwand lassen sich veraltete Inhalte immer wieder anpassen. Die Forscher des IW Köln kommen daher zu der Schlussfolgerung: Die neue Flexibilität sowie die Passgenauigkeit der Weiterbildungsangebote hinsichtlich betrieblicher Bedarfe harmonieren mit dem dynamischen Prozess der Digitalisierung.

Am häufigsten kommen nach ihren Erkenntnissen aktuell diese digitalen Lernmethoden zum Einsatz:

  • Lernvideos
  • Podcasts
  • Audiomodule
  • Interaktives webbasiertes Lernen
  • Computer- und webbasierte Trainings
  • Wissensbibliotheken
  • Wikis
  • Foren

Wandel der digitalen Lernlandschaft

Fest steht jedoch: Die digitale Lernlandschaft befindet sich in permanentem Wandel. Zum Beispiel wird auch immer stärker die Möglichkeit genutzt, an mobilen Endgeräten zu lernen. Lern-Apps gibt es nicht nur für Kinder und Jugendliche, die Mathe, Deutsch oder Englisch büffeln wollen. Auch Erwachsene kommen zunehmend auf den Geschmack.

Denn sie sind besonders gut für kleine Pausen im Alltag geeignet und bieten kurzfristiges Wissen to go. Oft werden Inhalte in genau den Portionen vermittelt, die der Anwender gerade braucht und auch die Schwierigkeitsstufen sind frei wählbar. So werden Lernerfolge schnell spürbar. Besonders häufig kommen Lern-Apps zum Beispiel beim Sprachenlernen zum Einsatz.

Simulationen, Serious Games oder digitale Planspiele

Simulationen, Serious Games oder digitale Planspiele fristen dagegen bislang eher ein Nischendasein. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Formen der digitalen Weiterbildung, mit der sich Personalabteilungen aktuell auseinandersetzen. Die Bandbreite an Angeboten ist vergleichsweise groß – Corporate Social Networks, virtuelle Messen oder Keynotes und, und, und.

Eine andere Form der digitalen Weiterbildung ist das MOOC. MOOC – die Abkürzung steht für Massive Open Online Course und bezeichnet eine spezielle Form von Onlinekursen auf akademischem Niveau mit einer theoretisch unbegrenzten Teilnehmerzahl. MOOCs finden an festgelegten Terminen über mehrere Wochen statt. Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos. Auch Zulassungsvoraussetzungen sind eher selten.

Digitale Weiterbildung per MOOC

Bekannte Experten vermitteln die Inhalte in zehn- bis 30-minütigen Videomitschnitten, die per Stream in einem bestimmten Zeitraum abrufbar sind. Teilweise gibt es auch ergänzende Skripte oder Literaturempfehlungen. Multiple-Choice-Fragen oder Quizzes vertiefen das Wissen der Teilnehmer.

Manchmal müssen aber auch Lösungen für offene Fragen gefunden werden, auf die es noch gar keine Antworten gibt. In diesem Zusammenhang erfreut sich der Hackathon als neues Lernformat zunehmender Beliebtheit in der betrieblichen Weiterbildung.

Ideen entwickeln beim Hackathon

Er wird vor allem Im IT-Umfeld eingesetzt und kombiniert Präsenzlernen mit digitalem Lernen.  Hackathons sind extrem anwendungsorientiert. Ziel ist es, Ideen in kurzer Zeit zu entwickeln und umzusetzen, also erste Produkt-Prototypen zu bauen oder IT-Anwendungen zu programmieren oder Konzepte zu erstellen.

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Jeder Teilnehmer darf arbeiten mit wem, und an was er will. Meist trifft man sich an einem bestimmten Ort, theoretisch sind amer auch Online-Hackthons denkbar. Es gibt keine Vorgaben, außer der tickenden Uhr. 24 Stunden stehen zur Verfügung. Mehr nicht. Am Ende jeder Arbeitssession werden die Ergebnisse den anderen Teilnehmern vorgestellt und die Ergebnisse gehen ins Tagesgeschäft ein. Digitale Weiterbildung – ein weites und spannendes Feld!

 


 

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Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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