Haufe Umantis: Modul Bewerbermanagement


GESAMTBEWERTUNG

4.7

Zusammenfassung

  • Pro

    Hohe Reaktionszeiten möglich

  • Contra

    Hinweis auf den Preis fehlt

  • Fazit

    Bietet, was ein gutes Bewerbermanagement System bieten muss

Bewertung

5
Funktionen
5
Usability
4.6
Einrichtung
4
Kundenfeedback

Effiziente Recruiting-Prozesse sind ohne Zweifel wichtig und ein exzellentes Bewerbermanagement ist dabei einer der entscheidenden Treiber für den Unternehmenserfolg. Denn wer die richtigen Mitarbeiter finden und gewinnen kann, sichert sich einen Wettbewerbsvorteil. Wir haben das Modul Bewerbermanagement aus dem Hause Haufe-Umantis unter die Lupe genommen. Ob es mit diesem Anspruch mithalten kann?

 

Über den Hersteller

Seit März 2012 gehört die Umantis AG zur Haufe Gruppe und firmiert seit April 2013 unter Haufe-Umantis AG. Ihren Ursprung hat die einstige Umantis AG im Jahr 2000 im schweizerischen Sankt Gallen, wo sie als ein Spin-Off der dortigen Hochschule und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) gegründet wurde. Am Hauptsitz in St.Gallen sind 150 Mitarbeitende beschäftigt. Die Haufe-Umantis AG zählt zu den führenden europäischen Anbietern von Talent-Management-Lösungen.

Kurzzusammenfassung des Moduls Bewerbermanagement

Das Modul Bewerbermanagement fußt auf folgenden Features:

  • Papierloser Bewerbungsprozess – einfach und schnell
  • direkte Involvierung von Vorgesetzten und Teams
  • Attraktive Stellenausschreibungen, inklusive Publikation auf Jobplattformen
  • Top-Kandidaten schnell erkennen und reagieren
  • Einfache und flexible Analysemöglichkeiten

Die Funktionen im Überblick

 

Reaktionszeiten

Bild: Screenshot

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Schnelle Reaktionszeiten sind das A und O im Kampf um die besten Talente. Mit der Bewerbermanagement-Software von Haufe-Umantis können Kunden theoretisch mit interessierten Kandidaten innerhalb von zehn Minuten ein Vorstellungsgespräch vereinbaren. Das sorgt für einen tollen ersten Eindruck. Schließlich ist der Bewerber von heute „always on“ und erwartet von Unternehmen ein rasches Feedback. Das hat durchaus einen positiven Effekt auf das Arbeitgeberimage.

 

Geht eine Bewerbung ein, wird der zuständige Personaler umgehend benachrichtigt. Weil das System webbasiert ist, kann er die eingegangenen Bewerbungsunterlagen über mobile Endgeräte jederzeit abrufen und direkt über individualisierte E-Mail-Vorlagen antworten.

 

Mitarbeiter einbinden

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Bild: Screenshot

Unternehmen können ihre Einstellungsquoten steigern, indem sie Mitarbeiter von Anfang an in den Rekrutierungsprozess mit einbeziehen. Dem trägt Haufe-Umantik in seinem Modul ebenfalls Rechnung. Einzelne Mitarbeiter bis hin zu ganzen Teams können über das Bewerber Management Modul Empfehlungen für potenziell geeignete Kandidaten abgeben.

 

Liniencockpit

Mit dem Liniencockpit wird der Austausch zwischen Personalverantwortlichen und Führungskräften gesteuert. Der zuständige Vorgesetzte wird über jede Statusänderung im Bewerbungsprozess informiert und kann diese im Kandidatenprofil abrufen. Sämtliche Termine, Unterlagen und Beurteilungen der Kandidaten stehen allen am Bewerbungsprozess beteiligten Personen zur Verfügung.

Bewertung

Ein Modul, das durchaus alles bietet, was ein modernes Bewerbermanagement System vorhalten sollte. Wichtig sind insbesondere die schnellen Reaktionszeiten, die das Tool ermöglicht. Ob man – wie der Hersteller sagt – innerhalb von zehn Minuten auf eine Bewerbung reagieren sollte, sei einmal dahin gestellt.

Schließlich ist es nie verkehrt – bei allen Möglichkeiten, die moderne Softwarelösungen heute bietet – auch ein bisschen Hirnschmalz in die Kandidatenansprache zu investieren. Aber nichtsdestotrotz: Gut zu wissen, dass das Tool eine hohe Response Rate zumindest per se unterstützt. Diese wird überdies befördert über die mobile Verfügbarkeit der Anwendungen. Auch hier: Daumen hoch! Theoretisch kann der Personaler also auch dann reagieren, wenn der Laptop gerade mal nicht griffbereit ist.

Bei den individualisierten E-Mail-Vorlagen, die das Programm vorhält, um das Recruiter Leben leichter zu machen, möchten wir uns einen Hinweis aber nicht verkneifen. Solche Templates sind ohne Zweifel ein Nice-to-Have und ein wirklicher Mehrwert. Aber – und das geht jetzt in Richtung Anwender – bitte nicht eins zu eins verwenden, sondern individualisieren. Denn im Rahmen einer guten Candidate Experience ist eine hochindividuelle Kandidatenansprache das A und O. Massenmails und standardisierte Formulierungen mochten seinerzeit Personaler bei Bewerbern ja auch nicht. So verhält es sich heute auch umgekehrt.

Ach ja, und ein Hinweis auf die Preisgestaltung wäre noch nett gewesen…

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.