loopline – Das Feedbacktool

GESAMTBEWERTUNG

4.7

Zusammenfassung

  • Pro

    Intuitiv bedienbar, gute Funktionen

  • Contra

    Leider keine App verfügbar

  • Fazit

    Vor allem für mittelständische Player empfehlenswert

Bewertung

4.2
Funktionen
5
Usability
4.4
Einrichtung
5
Kundenfeedback

looplineFeedback ist eines der zentralen Instrumente, um Mitarbeiter zu entwickeln und zu halten. Aber oftmals ist es viel zu bürokratisch organisiert und wird deshalb nicht regelmäßig umgesetzt. Es kostet einfach zu viel Zeit. loopline ist ein Tool, das Feedback einfach macht. Das Ziel ist, den Feedbackprozess so unkompliziert wie möglich zu gestalten und auf diese Weise sicherzustellen, dass Feedback auch wirklich umgesetzt wird. Wir haben uns das System genau angeschaut. 

Über das Unternehmen

Die Berliner Firma Loopline Systems wurde 2014 gegründet. Die Gründer Nora Heer und Christian Kaller waren bereits betraut mit der Herausforderung Unternehmen von der ersten Idee an systematisch aufzubauen und Teams zu Hochleistungen zu entwickeln: Zusammen haben sie mehr als zehn Jahre HR-Erfahrung mit Hintergrund in sowohl jungen, Technologie-basierten Unternehmen, als auch mit führenden, etablierten Firmen.

In Startups und kleinen Unternehmen treibt loopline die Professionalisierung von HR Prozessen voran, in größeren Organisationen bewirkt loopline, dass die Leistungsentwicklung dynamischer und moderner wird. Die Systemsicherheit wird durch Erfüllung höchster Datenschutzrichtlinien und dem Serverstandort Deutschland gewährleistet.

Funktionen von loopline im Überblick

Offene Stellen neu zu besetzen, kostet viel Zeit und Geld. Das loopline Feedback-Tool soll Arbeitgeber dabei unterstützen, Mitarbeiter länger im Unternehmen zu halten und sich gemeinsam weiterzuentwickeln – durch einen zweiseitigen kontinuierlichen Feedbackprozess.

Das Feedback Tool von loopline geht von den folgenden drei Prämissen aus:

  1. Feedback ist der wichtigste Faktor erfolgreicher Mitarbeiterführung.
  2. Die Qualität des Mitarbeitergesprächs ist entscheidend.
  3. Professionelles Performance Management steigert die Produktivität der Mitarbeiter und senkt die Fluktuation.

Doch häufig scheitern Feedbackprozesse an endlos langen Papierformularen und stundenlanger Administrationsarbeit für den verantwortlichen HR-Manager. Loopline hat sich zum Ziel gesetzt, diesem bürokratischen Papierkrieg ein Ende zu machen und hat ein einfaches und intuitives Tool entwickelt, das sich nahtlos in den Arbeitsalltag integrieren lässt.

Es umfasst folgende Funktionalitäten:

  • Ein automatisierter Feedbackprozess.
  • Zielvereinbarung: Herunterbrechen von Unternehmenszielen  auf Mitarbeiterziele.
  • Performance-Logbuch: Dokumentation von wichtigen Punkten für das Feedback.
  • Zufriedenheitsabfrage: Vorgesetzte haben immer im Blick, wie zufrieden ihre Mitarbeiter sind.
  • Entwicklungsschritte: Festlegen von Entwicklungsschritten
  • 360° Feedback: Abfrage von Feedback von Kollegen, anderen Managern und Kunden.
  • Analysen und Reports: Verknüpfung von Leistungs- mit Zufriedenheitsdaten.
  • Individualisierbare Kompetenzmodelle helfen bei der Entwicklung des Mitarbeiters.

Funktionen von loopline im Detail

Automatisierter Feedbackprozess

loopline’s zweiseitiger Feedbackprozess führt Manager und ihre Mitarbeiter Schritt für Schritt durch die Vorbereitung des Feedbackgesprächs (siehe Screenshot). So stellen alle Beteiligten sicher, dass das Feedback angemessen vorbereitet ist – und auch wirklich qualitativ so umgesetzt wird, dass es letztlich zu einem Mehrwert für Führungskraft und Mitarbeiter führt.

Zielvereinbarung

Ausgehend von den Unternehmenszielen können Manager gemeinsam konkrete Ziele für jedes Teammitglied festlegen und verfolgen, wie jeder Mitarbeiter sie erreicht. Im Feedbackgespräch können sie diese Infos nutzen, um gemeinsam zu reflektieren und neue Ziele zu bestimmen.

Performance-Logbuch

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Welcher Manager kennt das nicht? Vor einem anstehenden  Feedbackgespräch denkt der Vorgesetzte hektisch darüber nach, was der Mitarbeiter denn jetzt gut oder nicht so gut gemacht hat. loopline’s integriertes Notizbuch hilft dabei, jederzeit Infos über gut gelungene Meetings, verbesserungswürdige Präsentationen oder andere Feedbackpunkte aufzuschreiben. Das gilt für Leistungen der  Mitarbeiter, aber auch für die eigenen.

Zufriedenheitsabfrage

Während des Feedbackprozesses fragt loopline Mitarbeiter, wie glücklich sie mit ihrer Arbeit sind. So wissen Manager jederzeit, ob jemand über einen Wechsel nachdenkt und können rechtzeitig mit ihrem Mitarbeiter darüber sprechen und ihm gegebenenfalls neue Karriereschritte oder Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen aufzeigen, um ihm zum Bleiben zu bewegen.

Entwicklungsschritte

Um die nächsten Karriereschritte zu planen und festzulegen, müssen Vorgesetzte und Mitarbeiter das Tool gar nicht erst verlassen. Das beste Feedback nützt nichts, wenn man es nicht umsetzt. Dem trägt das Feedbacktool von loopline ebenfalls Rechnung. Deswegen können Anwender stets am Ende eines Gesprächs gemeinsam konkrete Entwicklungsschritte festlegen, die dabei helfen sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

360° Feedback

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Manches Mal ist es in der modernen Arbeitswelt für den Linienvorgesetzten gar nicht so einfach, den Mitarbeiter oder dessen Leistungen dezidiert einzuschätzen.

Viele Arbeitnehmer arbeiten inzwischen projektbezogen und das nicht immer unmittelbar mit ihrem Vorgesetzten. Daher gewinnen 360 Grad Feedbacks an Bedeutung, die auch die Einschätzung von Kollegen, anderen Managern, Kunden oder externen Dienstleistern zu den eigenen Mitarbeitern in den Feedback Prozess integrieren.

Diese Informationen lassen sich über loopline bereits bei der Vorbereitung des Feedbackgesprächs mit wenigen Klicks anfordern.

 

Analysen und Reports

Loopline verknüpft überdies Leistungs- mit Zufriedenheitsdaten und zeigt HR Verantwortlichen für ihre Teams Zusammenhänge und Trends auf. So bekommen Führungskräfte frühe Warnsignale – und können gegensteuern.

 

Individualisierbare Kompetenzmodelle

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Kompetenzmodelle, die genau auf den einzelnen Mitarbeiter zugeschnitten sind, schaffen Klarheit zu Anforderungen im Unternehmen und bieten eine Zielstellung für die Entwicklung des Mitarbeiters.

Mit dem Formular-Editor können Anwender diese Modelle in ihr Feedback integrieren und die Kompetenzen des Mitarbeiters identifizieren, die sie priorisiert entwickeln möchten.

Bewertung

Die Bedienung des Feedbacktools aus dem Hause Loopline Systems gestaltet sich intuitiv, übersichtlich und sehr einfach. Mit wenigen Klicks können Anwender Profile für jeden einzelnen Mitarbeiter anlegen. Es braucht dafür nicht mehr Daten als:

  • Name
  • E-mail
  • Berichtslinie

Wobei die einzelnen Mitarbeiter auch direkt Abteilungen oder Projektteams zugeordnet werden können, wodurch eine gut überschaubare Mitarbeiter-Matrix entsteht. Neu eingestellte Mitarbeiter können jederzeit hinzugefügt werden und die Accounts scheidender Arbeitnehmer können ebenso leicht deaktiviert werden.

Individueller Feebackprozess

Im nächsten Schritt lässt sich der Feedback-Prozess für jeden einzelnen Mitarbeiter aufsetzen. Hierbei steht es Arbeitgebern frei, Feedbackzyklen individuell und völlig frei zu definieren – schließlich unterliegt jeder Bereich in einem Unternehmen anderen Anforderungen und verlangt nach unterschiedlichen Feedbackzyklen:

  • monatlich
  • quartalsweise
  • Jahresende

Alle an einem Feedback Beteiligten bekommen zur Erinnerung rechtzeitig vorab hilfreiche E-Mails und können auf eine To-Do-Liste im System zugreifen. So verpasst niemand Feedbacktermine und alle kommen immer optimal vorbereitet zum gemeinsamen Termin.

Anwender können bei der Bewertung auswählen, ob sie am liebsten Schulnoten oder lieber mit Emojis Lob oder Kritik ausdrücken wollen. Sie können außerdem schnell und einfach die die Leistungs- und Zufriedenheitsskalen, die am besten zu ihnen passen, auswählen.

Mitarbeiterzufriedenheit eruieren

Wer hingegen verschiedene Fragebögen für seine Abteilungen oder für unterschiedliche Positionen erstellen möchte, um Sachverhalte zu eruieren wie Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenzufriedenheit etc, der wird bei dem Template-Editor von loopline fündig.

Und an noch etwas hat der Hersteller gedacht. Um die Einarbeitung von Managern und Mitarbeitern in das Tool und die Feedback-Thematik zu vereinfachen, nimmt loopline einen Teil der Arbeit ab und stellt Onboarding-Materialien zur Verfügung.

Themen sind:

  • Wie führe ich Feedback ein?
  • Seinem Mitarbeiter Feedback geben
  • Wie sollte ich Feedback am besten formulieren?
  • Seinem Vorgesetzen Feedback geben
  • Seinem Kollegen Feedback geben
  • Wie man auf Feedback reagieren sollte
  • Wie nutze ich Feedback, um mich weiterzuentwickeln?

Erfreulich: Die Preisoffenheit, mit der loopline gegenüber kleineren Kunden operiert. Der Mindestpreis liegt bei einjähriger Vertragslaufzeit bei 240 Euro pro Monat. Dafür fallen keine weiteren Kosten für die Einrichtung oder für den Kundendienst an. Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern sollten sich für allerdings für ein maßgeschneidertes Preisangebot direkt an den Vertrieb wenden.

Wobei niemand die Katze im Sack kaufen muss. Einfach eine eine E-Mail an [email protected] senden und der Hersteller sendet interessierten Kunden postwendend ihre persönlichen Login-Daten für einen loopline Test-Account.

Barrierefreie Gespräche

Beim Test ist uns aber doch ein winziger Haken aufgefallen. Loopline wirbt damit, dass persönliche Gespräche barrierefrei stattfinden sollten. Deshalb hat der Hersteller eine einfache Druckfunktion eingerichtet, um alle für das Gespräch notwendigen Daten zusammenfassen zu können.

Nach dem Meeting lassen sich alle handgeschriebenen Notizen hochladen und können im Feedbackprozess gesichert werden. Hier drängt sich allerdings die Frage auf, ob das nicht via App noch besser funktionieren würde. Eine App wäre auch vorteilhaft, um sich von unterwegs aus auf ein Feedbackgespräch vorbereiten zu können. Ansonsten aber Daumen hoch!

 

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.