Bewerbermanagement by softgarden

GESAMTBEWERTUNG

4.7

Zusammenfassung

  • Pro

    intuitiv bedienbar, leicht einbindbar

  • Contra

    wir überlegen noch...

  • Fazit

    Tolle Software für kleine und große Unternehmen

Bewertung

5
Funktionen
5
Usability
4.4
Einrichtung
4.4
Kundenfeedback

„Nur ein Klick und Sie haben Ihr Bewerbermanagement stets im Blick.“ Mit diesen Worten wirbt die softgarden e-recruiting gmbh für ihr Bewerbermanagementsystem und verspricht ihren Kunden eine Zeit- und Kostenersparnis von bis zu 70 Prozent in punkto Bewerberauswahl und -verwaltung. Hohe Versprechungen – ohne Zweifel. Aber hält das System, was der Hersteller verspricht? Wir haben den Funktionscheck gemacht.

Über den Hersteller

Die softgarden e-recruiting GmbH wurde 2003 in Saarbrücken gegründet und vereint zwei Anbieter im HR-Bereich: die softgarden GmbH und die HR New Media GmbH, die mit 1000jobboersen.de seit 2009 ein umfangreiches Media-Angebot im Bereich Stellenvermittlung betreibt. In Zusammenarbeit mit dem ersten Kunden O2 Germany entwickelte softgarden die multifunktionale On-Premise-Lösung „taloom“. 2007 wurde der DAX-Konzern Fresenius als Kunde gewonnen.

Für ihre Cloud-Lösungen im Bereich der HR Software hat die softgarden e-recruiting gmbh stets das Ohr am Markt und arbeitet bei der Produktentwicklung eng mit HR Managern zusammen. Die performancebasierte Plattform bildet den gesamten Recruiting-Prozess ab – von der Stellenausschreibung über die Entscheidungsfindung bis zur Einstellung eines Kandidaten. Bei softgarden steht das Wohl des Kandidaten im Vordergrund. Die softgarden-Plattform zeichnet sich durch besonders einfache Bedienbarkeit und schnelle Prozesse aus, was sich in den eKomi Bewertungen von softgarden bestätigt.

Nach eigenen Angaben hat es sich die softgarden e-recruiting Gmbh zur Aufgabe gemacht, für mehr Transparenz und Effizienz im HR-Bereich zu sorgen und zu einer erheblichen Verbesserung des Recruiting-Prozesses für Unternehmen und Bewerber beizutragen. Das Ziel: Fehlbesetzungen sollen der Vergangenheit angehören.

Kurzübersicht über die Funktionen

Mit Superlativen geht die softgarden e-recruiting GmbH schon mal wenig sparsam um, wenn es um die Beschreibung ihrer Produkte geht. Aber wir müssen zugeben, der Blick auf die Funktionen des Bewerbermanagementsystems enthüllt eine durchaus breit gefächerte Bandbreite an Möglichkeiten.

Einfach und intuitiv

Zunächst in aller Kürze: Die Bewerbermanagement Software ist einfach und intuitiv bedienbar und führt den Nutzer anhand einer Statusansicht durch den Rekrutierungsprozess. Auch an die Zusammenarbeit aller am Recruiting Prozess beteiligten Personen ist gedacht.

So lassen sich mehrere Nutzerrollen definieren, sodass Recruiter und Fachabteilung jederzeit auf die Informationen über einen Kandidaten zugreifen können und sich über eine interne Kommentar- und Bewertungsfunktionen leicht miteinander austauschen können. Das erspart zeitraubende Meetings.

Überdies hilft das System, Termine für Interviews mit potenziellen Kandidaten und den beteiligten Hiring Managern zu planen und zu synchronisieren und stellt AGG konforme Kommunikationsvorlagen zur Verfügung. Das System ist cloudbasiert, wobei der Hersteller für die Sicherheit seiner Server garantiert. So ist das gesamte Hosting “Made in Germany”. Überdies ist das von softgarden genutzte Rechenzentrum mehrfach zertifiziert.

Neu: Das Bewerber-Feedback-Modul von softgarden fragt authentisches Feedback der Bewerber ab. Das Feedback kann optional mit den Online-Tools für alle anderen Kandidaten sichtbar gemacht werden und so den Wettbewerbsvorteil im Kampf um die besten Köpfe ausbauen. Durch die Kommunikation des Feedbacks auf der SEO-optimierten Zertifikat-Seite und einer Einbindung der Widgets auf der Karriereseite und Stellenanzeige wird spürbar die Online-Sichtbarkeit sowie die Online-Reputation gesteigert und verbessert.

Neu: Die Easy Mobile Application von softgarden
Bewerber ganz einfach am Point of Sale generieren. Mit der Mobile-Recruiting-Lösung wird Bewerbern eine schnelle, unkomplizierte Bewerbungsmöglichkeit per Smartphone geboten. So wird die Barriere zur Kontaktaufnahme gesenkt und mehr qualifizierte Bewerber generiert.

Die Funktionen im Überblick

Der Feincheck zeigt: Optisch wirkt das Bewerbermanagementsystem durchaus aufgeräumt. Auch hält softgarden das Versprechen der intuitiven Bedienbarkeit. Bewerbungen werden automatisch über die Karriere-Website erfasst oder können manuell hochgeladen werden.

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Bild: Screenshot

Jedes Kandidatenprofil beinhaltet ein Bild (siehe Screenshot) des Bewerbers, neben dem Name und bisherige Position abzulesen sind. Eine Bewertungsfunktion, in der von jedem Prozessbeteiligten bis zu fünf Sterne für den Bewerber abgegeben werden können, zeigt anschaulich, welchen Eindruck dieser im bisherigen Bewerbungsprozess im Unternehmen hinterlassen hat. Überdies hat der Recruiter in der direkt darunter verorteten Kandidatenübersicht alles im Blick: Lebenslauf, Anhänge, Antworten auf persönliche Prescreening-Fragen, bisherige Aktivitäten und Kommunikation.

Als kleines Goodie on top konvertiert die Software alle Dokumente des Bewerbers zu einem PDF. Führungskräften kann auf diese Weise vor dem Interview das komplette Bewerber-Dossier als PDF zur Verfügung gestellt werden.

Eine Status Box erinnert den Recruiter derweil an die nächsten To Do’s im Hiring Prozess und hilft selbigen zu strukturieren:

  • Haben alle Fachabteilungen ihre offenen Fragen abgegeben?
  • Wann muss der Bewerber kontaktiert werden?

Auf diese Weise herrscht immer Ordnung und die nächsten Schritte können termingerecht erledigt werden. Überdies gibt die Übersicht auch Informationen der Bewerberhistorie im eigenen Haus an.

So sieht der Recruiter sofort, ob und mit welchem Ergebnis sich ein Kandidat in der Vergangenheit bereits für eine andere Stelle im eigenen Haus beworben hat. Auch ein schnelles Prescreening der Kandidaten lässt sich per Mausklick erledigen. Dazu legt der User zunächst seine persönlichen Kriterien fest und kann den jeweiligen Werdegang auf diese Weise recht schnell erfassen. Im Zweifel lassen sich Bewerbungen auch auf andere oder besser geeignete Position kopieren oder verschieben.

Ein individuelles Recruiting Team für jeden Kandidaten

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Bild: Screenshot

Des Weiteren ermöglicht die Software pro Kandidat ein individuelles Recruiting-Team zusammenzustellen, wobei jedem Beteiligten Zugriff auf das System gewährt wird, allerdings in unterschiedlichen Rollen wie HR, Fachabteilung oder Geschäftsleitung.

Die Kommentar- und Bewertungsfunktion ermöglicht es, den Austausch über den Bewerber asynchron zu führen. In Zeiten global agierender Teams wird das zu einem immer wichtigeren Faktor und beschleunigt den Prozess mitunter enorm. Letztes ist auch wichtig für eine gute Candidate Experience, unter der alle Erfahrungen zusammengefasst werden, die ein Bewerber mit einem Unternehmen sammelt. Dazu gehört auch die Geschwindigkeit des Bewerbungsprozesses.

In Zeiten des mobilen Internets wartet kein Bewerber mehr gerne länger als ein paar Tage auf eine Rückmeldung. Unternehmen, die sich hier Zeit lassen, sind klar im Nachteil. Die Gefahr besteht, dass der Kandidat sich in der Zwischenzeit für einen anderen Arbeitgeber entscheidet. Hierauf reagiert softgarden und liefert die nötigen Funktionen, um das Warten auf Antwort nicht zu lang werden zu lassen.

Mit der softgarden Lösung können Recruiter ihre gesamte Kommunikation – sowohl intern als auch extern – über das Interface regeln und nachverfolgen. Interessante Kandidaten können so schnell und einfach eingeladen werden.

Ein besonderes Schmankerl ist übrigens auch das Softgarden Network, es ermöglicht, dass sich Arbeitgeber beim Kandidaten bewerben können. Und so funktioniert’s: Bewerber hinterlegen in der Plattform ihr Profil, und können selbiges  den Unternehmen zur Ansicht freigeben, die ihren Vorstellungen entsprechen. Die entsprechenden Angaben werden Arbeitgebern dann automatisiert zugestellt.

Neu: Das Bewerber-Feedback-Modul von softgarden fragt authentisches Feedback der Bewerber ab. Das Feedback kann optional mit den Online-Tools für alle anderen Kandidaten sichtbar gemacht werden und so den Wettbewerbsvorteil im Kampf um die besten Köpfe ausbauen. Durch die Kommunikation des Feedbacks auf der SEO-optimierten Zertifikat-Seite und einer Einbindung der Widgets auf der Karriereseite und Stellenanzeige wird spürbar die Online-Sichtbarkeit sowie die Online-Reputation gesteigert und verbessert.

Muss eine Bewerbermanagement Software sein?

Selbstredend könnte all das oder vieles auch via Outlook und Excel organisiert werden. Doch mit einem Bewerbermanagementsystem liegt alles an einem Ort. Ein klarer Vorteil: Kein lästiges Hin- und Herspringen zwischen Programmen und Dokumenten ist mehr nötig. Auch die Absprache zwischen den Abteilungen ist vereinfacht. Kein Hin- und versenden von Dokumenten mehr, wobei es bekanntlich immer wieder zu massiven Abstimmungspannen kommen kann: „Wer hatte jetzt nochmal die aktuellste Version des Dokuments?“

Die TÜV-zertifizierte Cloudlösung von Softgarden macht’s möglich, dass jeder Beteiligte Zugriff auf den aktuellen Status hat. Und das zu jeder Zeit und an jedem Ort. Das erleichtert die Teamarbeit enorm.

Aber nicht nur die interne, auch die externe Kommunikation mit dem Bewerber lässt sich über das Interface regeln und nachverfolgen. Das System beinhaltet unter anderem Kommunikationsvorlagen für AGG-konforme Absagen. Hat es für einen interessanten Bewerber nicht zu einer Festanstellung gereicht, lassen sich dessen Daten darüber hinaus schnell und einfach in einen Talent Pool verschieben. Dieser lässt sich jederzeit nach individuellen Kriterien durchsuchen.

Auch eine Reporting Funktion müssen die Nutzer nicht missen. Mit einer übersichtlichen Recruiting-Analyse lassen sich Optimierungspotentiale im Bewerbungsprozess erfassen.

Bewertung

Durchaus nicht von schlechten Eltern, was softgarden hier als Softwäre Lösung in den Ring wirft. Das Bewerbermanagementsystem erfüllt an sich so ziemlich alle Anforderungen, die Recruiter an eine solche Software stellen können. Allen voran schließen die Faktoren Cloud und intuitive Bedienbarkeit Schulungs- und Setupaufwände aus.

Auch für KMU’s geeignet

Der User kann im Prinzip sofort loslegen und dürfte sich dank der übersichtlichen Nutzerführung schnell in das System einfinden. So wird das Recruiting auch für kleine und mittelständische Unternehmen nicht nur plan-, sondern auch kalkulierbar.

Dank einer moderaten Preisgestaltung schließt softgarden auch die Kleinen nicht aus. Der Hersteller hat verschiedene Recruiting Pakete mit unterschiedlichem Funktionsumfang geschnürt. Das kleinste Paket steht bereits für schmale 145 Euro im Monat zur Verfügung. Das ist mehr als fair. Das größte Funktionsvolumen „Enterprise“ ist auf Anfrage erhältlich.

Hinzu kommt ein 14-tägiges Testangebot für jede Preisklasse, sodass der Kunde nicht die Katze im Sack kaufen muss. Damit folgt softgarden einem völlig anderen Vermarktungsprinzip als Anbieter wie SAP, die ihre Programme erheblich teurer und mit deutlich geringerem Funktionsumfang verkaufen.

Um auf einen vergleichbaren Funktionsumfang wie aus dem Hause softgarden zu kommen, muss der User mindestens zwei Programme anschaffen. SAP wendet sich hier ausdrücklich an Großkunden, dennoch ist fraglich, ob das nicht eher der internen Marketingstrategie als der Systemgüte geschuldet ist. Bei softgarden sieht man ja, dass es auch anders geht.

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.