E-Learning: Die Zukunft des Lernens ist digital

E-Learning: Die Zukunft des Lernens ist digital

Lebenslanges Lernen ist für uns alle nicht mehr nur Kür, sondern Pflicht im Berufsleben. Denn berufliches Know-how veraltet immer schneller. Mittels E-Learning können Unternehmen ihre Mitarbeiter unterstützen, effizient und konsequent zu lernen. Dass E-Learning aus dem Weiterbildungsportfolio eines Arbeitgebers nicht mehr wegzudenken ist, hat sich spätestens während der Corona-Pandemie gezeigt. Seitdem dominiert die Remote-Arbeit. Entsprechend wichtig ist es, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern auch innerhalb der Personalentwicklung virtuelle Angebote machen.

Was ist E-Learning? Welche Vorteile vereint E-Learning auf sich?

Unter die Bezeichnung E-Learning, auch Remote-Learning genannt, fallen alle Lernformen, bei denen elektronische oder digitale Medien zur Unterstützung von Lernprozessen eingesetzt werden. E-Learning kann optimal in der betrieblichen Weiterbildung zum Beispiel innerhalb des Home-Office eingesetzt werden. Entweder als Stand-Alone-Lösung oder als Ergänzung von etablierten Lernangeboten.

HR-Software Vergleich UP

E-Learning vereint viele Vorteile auf sich:

  • Flexibilität: E-Learning kann zeit- und ortsunabhängig erfolgen und Weiterbildungen können leicht in den Berufsalltag integriert werden.
  • Eigenes Tempo: Mitarbeiter können zum Beispiel Leerlaufzeiten für die eigene Weiterbildung nutzen. Arbeitnehmer können neue Inhalte somit in ihrem eigenen Tempo und zum perfekten Zeitpunkt aufnehmen.
  • Multimedialität: Es können verschiedene Medien eingebunden werden, die unterschiedliche Lernvorlieben bedienen
  • Multimodalität: E-Learning-Inhalte kombinieren Ton, Bild und interaktive Elemente miteinander. Auf diese Weise werden verschiedene Sinne angesprochen. So lassen sich neue Inhalte leichter im Gedächtnis verankern.
  • Individualität: Mittels einfach anwendbaren Content-Creation-Tools lassen sich auch individuelle Lerninhalte kreieren. So kann unternehmensinternes Wissen im Betrieb sehr leicht weitergegeben werden. Jeder Mitarbeiter kann individuell abgeholt werden.
  • Keine Reisetätigkeit: Dank Remote-Learning entfallen aufwendige Reisen zu weiter entfernten Seminaren. Mitarbeiter müssen dafür nicht extra freigestellt werden.
  • Motivation der Mitarbeiter: Arbeitnehmer wissen nur zu gut, dass lebenslanges Lernen ein Muss ist, passgenaue Weiterbildungsangebote werden von ihnen daher als höchst relevante Arbeitgeberleistung wahrgenommen und haben einen motivierenden und loyalitätssteigernden Effekt.
  • Effizienz: Digitale Weiterbildungen oder Remote-Learning macht die Weiterbildung der Mitarbeiter für Unternehmen effizienter – dank einfacher integrierter Planungstools benötigen Unternehmen weniger Zeit für das Schulungsmanagement oder die Koordination von Weiterbildungen.
  • Wiederverwendbarkeit: Einmal erstellte Inhalte können leicht immer wieder verwendet und aktualisiert werden.

Welche Formen des E-Learning gibt es?

Business Team Having Meeting In Busy Office

Die digitale Lernlandschaft befindet sich in permanentem Wandel. Am häufigsten kommen diese digitalen Lernmethoden zum Einsatz-

Die häufigsten E-Learning Formen

  • Online-Seminar: Bei einem Online-Seminar müssen Sie sich nicht nach einem festen Zeitplan richten, stattdessen wählen Sie selbst, wann und wie lange Sie sich mit den Kursinhalten beschäftigen wollen. Die Inhalte sind im Internet hinterlegt, sodass Sie selbst entscheiden, wann Sie die Materialien durcharbeiten. Sie bestimmen flexibel und unabhängig Ihr Lerntempo. Dadurch kann ein E-Learning-Angebot leicht in den Alltag eingebunden werden.
  • Screencasts: Ein Screencast ist eine Videoaufnahme von Bildschirmaktivitäten. Ein solches Lernvideo ist ideal, wenn Sie etwa eine Computerfunktion oder ein Softwareprogramm erklären wollen.
  • Videointerviews: Statt Fachinformationen aus zweiter Hand zu präsentieren, können Sie sich Experten auch direkt im Interview ansehen.
  • Podcasts: Ein Podcast ist eine Serie von abonnierbaren Audiodateien über das Internet.
  • Interaktives webbasiertes Lernen: Web Based Trainings (WBT) sind Lernprogramme via Internet, sie bieten neben der Abarbeitung von Aufgaben die Möglichkeit, in einer Community zu lernen – unter Anleitung eines Experten.
  • Computerbasierte Trainings: Computerbasierte Trainings sind Weiterbildungsprogramme, die lokal auf der Festplatte gespeichert werden. Diese erfolgen nicht online und somit entfällt der interaktive Austausch in einer Community.
  • Wikis: Ein Wiki ist eine Art Online-Bibliothek, bestehend aus Beiträgen und Informationen, die von den Nutzern selbst bearbeitet werden können.
  • Lern-Apps: Diese gibt es nicht nur für Kinder und Jugendliche, die Mathe, Deutsch oder Englisch büffeln wollen. Auch Erwachsene kommen zunehmend auf den Geschmack. Lern-Apps bieten Lerneinheiten in kleinen Portionen und sind besonders gut für die Überbrückung kleiner Pausen im Arbeitsalltag geeignet.
  • MOOC: Die Abkürzung steht für Massive Open Online Course und bezeichnet eine spezielle Form von Onlinekursen auf akademischem Niveau mit einer theoretisch unbegrenzten Teilnehmerzahl. MOOCs finden an festgelegten Terminen über mehrere Wochen statt. Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos. Auch Zulassungsvoraussetzungen sind eher selten. Bekannte Experten vermitteln die Inhalte in zehn- bis 30-minütigen Videomitschnitten, die per Stream in einem bestimmten Zeitraum abrufbar sind. Teilweise gibt es auch ergänzende Skripte oder Literaturempfehlungen. Multiple-Choice-Fragen oder Quizzes vertiefen das Wissen der Teilnehmer.
  • Webinar: Ein Webinar ist eine audiovisuelle Online-Sendung. Tausende von Teilnehmern können sich live und on-demand ein Webinar anschauen. Dabei handelt es sich aber meist um einen Vortrag und es gibt wenige bis keine Beteiligungsmöglichkeiten der Teilnehmer.
  • Blended Learning: Beim Blended Learning wird computergestütztes Lernen mit klassischem Präsenz-Unterricht kombiniert.
  • Serious Games und Gamification: Spielen und Lernen schließen sich nicht aus. Lernen darf Spaß machen, auch in der Weiterbildung. Spielerische Komponenten beim Lernen werden deshalb immer beliebter. Manche Weiterbildungen kommen im Look&Feel eines klassischen Computerspiels daher, mit dem Unterschied, dass man sich nicht in einer Fantasiewelt bewegt, sondern Situationen aus der Arbeitswelt simuliert.

Was sagt die Lernpsychologie zu E-Learning? Gut oder schlecht?

Frau im Home-office mit Kaffe in der hand

Heute, da Wissen immer schneller veraltet, muss es immer spezifischer und kontinuierlicher vermittelt werden. Aus psychologischer Sicht sind E-Learning-Anwendungen in diesem Zusammenhang durchaus sinnvoll. Da die Tools zeit- und ortsunabhängig eingesetzt werden können, kann Wissen immer dann abgerufen werden, wenn es nötig ist.

Entsprechend hoch ist die Bereitschaft des Mitarbeiters, neues Wissen zu verinnerlichen. Das trägt erheblich zum Lernerfolg bei. Wissen ist dank E-Learning aber nicht nur direkt verfügbar, sondern kann auch genau in den benötigten Dosen aufgenommen werden. Manchmal genügen nur wenige Minuten, um ein Wissensdefizit auszugleichen. So bleiben Mitarbeiter auch in herausfordernden und sehr schnelllebigen Umfeldern immer up-to-date.

Hinzu kommt: Wissen in kleinen Happen aufzunehmen, kommt unserer Natur entgegen. Denn die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen ist begrenzt. Aus der Lernpsychologie weiß man: Während sich 12 bis 14-Jährige noch durchschnittlich 30 Minuten auf eine Sache konzentrieren können, nimmt diese Fähigkeit mit zunehmendem Alter immer mehr ab. Das heißt: Kurze, auf ein Problem zugespitzte Lernangebote, können in manchen Fällen der Wissensaufnahme zuträglicher sein als Angebote, die sich über mehrere Tage erstrecken. Dafür hat sich inzwischen der Begriff Micro-Learning etabliert.

E-Learning spricht verschiedene Lerntypen an

Hinzu kommt die Formenvielfalt der E-Learning-Angebote, aus denen Mitarbeiter inzwischen wählen können. Sie sprechen explizit verschiedene Lerntypen an. Es findet sich praktisch für jede Lernvorliebe das passende Format. Mancher Mitarbeiter lernt lieber per Video, der nächste lieber in einer Community und wieder ein anderer löst lieber Wissensquizzes. Dank dieser hohen Passgenauigkeit zu den jeweiligen Lernvorlieben lässt sich Know-how besser im Gedächtnis verankern, weil die Wissensaufnahme Spaß macht und nicht als mühsam empfunden wird. Also: Daumen hoch für E-Learning.

Wissen kann über digitale Plattformen zudem besser geteilt und verbreitet oder zusammen erarbeitet werden – auch über verschiedene Unternehmensstandorte hinweg. Dank der Möglichkeit zur digitalen Vernetzung auf der ganzen Welt lassen sich zu einem Online-Seminar zum Beispiel auch hochkarätige Experten zuschalten. Hochspezifisches Wissen ist dadurch verfügbarer geworden.

Wie sind Unternehmen in puncto E-Learning aufgestellt?

E-Learning vereint also viele Vorzüge auf sich. Laut des HR-Reports 2020 von Hays findet Lernen im Moment aber dennoch mehrheitlich off the Job, also über den Besuch von Seminaren oder Tagungen statt. E-Learning-Angebote nutzen derzeit nur 35 Prozent der Unternehmen regelmäßig, während neue Lernformate wie Gamification, Virtual und Blended Learning nicht einmal in zehn Prozent der Fälle zum Einsatz kommen.

HR-Software Vergleich UP

Entscheidungsträger in Unternehmen gehen aber davon aus, dass Lernen künftig deutlich digitaler wird: 42, beziehungsweise 36 Prozent glauben, dass zum Beispiel Webinare und Lernvideos Präsenzseminare zunehmend ablösen. Voraussetzung dafür ist allerdings die richtige Technik.

Best Practice: E-Learning mit elearnio

Die gute Nachricht: Verschiedenste HR-Software-Anbieter haben längst E-Learning-Software in ihr Portfolio aufgenommen, die optimal bei der Wissensvermittlung unterstützt. Für effiziente Trainings   Weiterbildungen ist zum Beispiel unser Partner elearnio bekannt.

Über die Plattform lassen sich perfekte Weiterbildungs-Formate für Ihre Mitarbeiter anbieten.

  • Erstellen Sie Kurse in verschiedensten Formaten in elearnio und geben Sie diese für Ihre Mitarbeiter frei.
  • Neben sehr individuellen Angeboten können Sie auch notwendige Schulungen zu allgemeinen Themen wie Brandschutz oder Datenschutz ganz leicht mit elearnio in Ihrem Unternehmen anbieten.
  • Mit elearnio lässt sich auch bestehendes Wissen überprüfen.
  • elearnio ermöglicht Lernenden die maximale Flexibilität bei der Wissensaufnahme. Die freigegebenen Kurse sind digital überall verfügbar.
  • Dank der Vielzahl an unterschiedlichen Formaten und Gamification Modulen erleichtern Sie ihren Mitarbeitern das Lernen, so dass es Spaß macht und sorgen für Wissen, das bleibt.
  • Mit den integrierten Verständnisprüfungen sehen Sie überdies ob die Mitarbeiter die Inhalte verstanden haben und bei welchen Themen Hilfe benötigt wird.

Sie sehen: Mit dem richtigen Tool ist E-Learning im Handumdrehen in Ihrem Unternehmen etabliert!

Sie möchten sich intensiver über das E-Learning-Angebot unserer Partner informieren? Dann stöbern Sie gerne in unserer Rubrik Bildung/Weiterbildung. Falls Sie Fragen haben, sind wir gerne auch persönlich für Sie da. Kontaktieren Sie unser Expertenteam jederzeit gerne.

Kategorien: Fachbeiträge

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.