HR Digitalisierungstrends 2020: Diese 5 sind hot

HR Digitalisierungstrends 2020: Diese 5 sind hot

Welche Digitalisierungstrends werden HR in 2020 prägen? Hier kommen die 5 heißesten Themen, mit denen Sie sich auseinandersetzen sollten.

Diese Digitalisierungstrends prägen die HR-Arbeit in 2020

“When you’re finished changing, you’re finished”, sagte einst Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA. Ein Zitat, das zugegebenermaßen schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch ist es moderner und angesagter denn je, denn in unserer zunehmend digitalisierten Welt folgt eine Veränderung auf die andere. Wer hier nicht am Ball bleibt, wird abgehängt. Das gilt für alle Wirtschaftsbereiche – auch für HR.

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Doch gerade, wenn es um die Digitalisierung von Geschäftsprozessen geht, sehen sich Personalmanager derzeit zig Trends gegenüber. Bei jedem einzelnen Digitalisierungstrend stellt sich die Frage: Hot or not? Das hinterfragen wir in unserer täglichen Arbeit natürlich auch und wollen Licht ins Dunkel bringen. Auf Basis unserer Erfahrungen aus den vergangenen Jahren haben wir die 5 heißesten Digitalisierungstrends zusammengestellt, die aus unserer Sicht das HR-Management in 2020 prägen. 

Digitalisierungstrend Nummer eins: Predictive Analytics

Der für uns heißeste Digitalisierungstrend: Predictive Analytics. Die Technik hilft, künftige Herausforderungen im Personalmanagement früh zu erkennen und anzugehen. Sie ermöglicht sozusagen auf technischer Basis den Blick in die Glaskugel. Dazu führen moderne Analyse-Tools zum Beispiel Mitarbeiterdaten und frei verfügbare Informationen aus dem Netz zusammen und analysieren sie unter verschiedenen Gesichtspunkten.

Auf Basis von Predictive Analytics lassen sich beispielsweise wiederkehrende Muster erkennen, warum Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Die Systeme schlagen auch Strategien vor, um die betreffenden Mitarbeiter zu halten. Das kann gerade bei der Bindung entscheidender Schlüsselmitarbeiter ein enormer Wettbewerbsvorteil sein.

Digitalisierungstrend Nummer zwei: Die Zukunft von HR ist mobil

In 2020 wird die HR-Arbeit mobiler. Apps für Smartphones und Tablets dominieren längst nicht mehr nur im privaten Bereich, sondern werden immer häufiger auch im Business eingesetzt – auch in der HR-Arbeit. Immer häufiger nutzen Arbeitgeber zum Beispiel Business-Apps für ihre interne Kommunikation.

Hierfür kommen spezielle Corporate Social Networks zum Einsatz. Sie bieten Newsfeeds, in denen Informationen geteilt werden können, die die ganze Belegschaft interessieren. So ist jeder jederzeit über Neuerungen im Bilde und niemand fühlt sich abgehängt. Über sichere Chats können außerdem teaminterne Angelegenheiten besprochen werden. Im Gegensatz zu privat genutzten Netzwerken und Messengern sind die Apps vollkommen datenschutzkonform.

Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, Apps im Personalmanagement einzusetzen: Innerhalb der Personalentwicklung können etwa Lern-Apps gute Dienste leisten. Sie geben Mitarbeitern die Möglichkeit, immer dann zu lernen, wenn es gerade passt, unabhängig von Zeit und Ort. Innerhalb des Performance Managements können Führungskräfte derweil via App zum Beispiel Feedback über Mitarbeiter abgeben oder Ziele kurzfristig anpassen und ihr Team per Push-Nachricht darüber informieren. Das ist gerade in sehr agilen Bereichen ein Segen.

Ein weiteres Beispiel: Innerhalb des Recruitings haben Recruiting-Teams per App alle Bewerbungsunterlagen immer zur Hand. Entscheidungsträger können sofort Rückmeldungen zu einem Talent geben und sich schneller im Team abstimmen. Das beschleunigt Recruiting-Prozesse immens. App gut, alles gut!

Digitalisierungstrend Nummer drei: Programmatic Job Advertising ist im Kommen

Bleiben wir noch kurz beim Recruiting. Hier liegt die digitale Zukunft außerdem im Programmatic Job Advertising. Aus unserer Sicht ist das ein Digitalisierungstrend, der noch geschmiedet werden sollte, so lange er noch heiß ist. Denn er ist extrem effektiv.

Darum geht es: Vereinfacht gesagt analysiert die Technik die Bewegungsmuster einer definierten Zielgruppe im Netz und spielt wie von Geisterhand passgenaue Jobangebote auf den von ihr bevorzugten Internet-Portalen als Banner aus. Ein Klick darauf führt Kandidaten direkt auf die dazugehörige Stellenanzeige. Recruiting über Programmatic Job Advertising führt zu 45 Prozent mehr Ansichten auf ein Stellenangebot. Nicht schlecht, oder?

Digitalisierungstrend Nummer vier: Employee Self Service

Sie fluchen sicher auch immer mal wieder über den Aufwand, den die Verwaltung von Stammdaten oder die Bearbeitung von Formularen mit sich bringt. Hier bleibt jede Menge Zeit auf der Strecke, die Sie sicher lieber für andere Aufgaben nutzen würden. Mit Employee Self Service Lösungen verteilen Sie diese Aufgaben auf mehrere Schultern. Das Prinzip: Mitarbeiter erhalten einen persönlichen Login zur verwendeten Personalmanagement-Lösung und Zugriff auf ihre persönlichen Daten, um diese selbst zu verwalten.

Über eine Employee Self Service Lösung können Ihre Kollegen aber nicht nur ihre Anschrift oder ihre Kontodaten aktualisieren. Sie können auch Urlaubsanträge stellen, Leihgaben aus dem firmeneigenen Kfz-Pool verwalten und, und, und. Sie werden sehen: Das sorgt schnell für eine spürbare Entlastung.

Digitalisierungstrend Nummer vier: Robotic Process Automatization

Entlastung in der täglichen HR-Arbeit kommt aber noch von anderer Seite: Dem Roboter. Genauer gesagt: Robotic Process Automatization. Dahinter stecken Anwendungen, mit denen sich wiederholende Routinen im HR-Alltag komplett automatisch abwickeln lassen. Zu schön um wahr zu sein? Keineswegs!

Im HR-Bereich sieht das etwa wie folgt aus: Anstatt Bewerber-Akten im hauseigenen Bewerbermanagementsystem nach jeder Neueinstellung manuell in eine Mitarbeiterakte zu überführen und neue Mitarbeiter im Abrechnungssystem anzumelden, erledigt RPA all diese Aufgaben automatisch. Dazu sind alle Systeme miteinander verknüpft und tauschen Daten aus, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt.

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Sie als Personalverantwortlicher müssen nur hier und da ein paar Klicks tätigen. Dann werden Akten für neue Mitarbeiter automatisch angelegt. Parallel geht das Onboarding-Willkommenspackage per Mail an die neuen Mitarbeiter raus und alle relevanten Daten werden in der Payroll hinterlegt, während die Daten abgelehnter Talente entweder gelöscht oder nach deren Zustimmung in den Talent Pool überführt werden. So einfach kann’s im Digitalzeitalter mit dem Personalmanagement gehen.

Sie fragen sich, wie Sie in den Genuss dieser und weiterer Funktionen kommen, die Ihren Alltag spürbar erleichtern? Unsere Experten haben die Antworten! Kontaktieren Sie uns jederzeit gerne.

Kategorien: Fachbeiträge

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.