HR Software Trends: Augmented Reality – die nächste große Sache?

HR Software Trends: Augmented Reality – die nächste große Sache?

Augmented Reality (AR) könnte einen enormen Einfluss auf die HR Software Szene haben und langweilige Workflows in spannende Prozesse verwandeln. Aber was ist Augmented Reality überhaupt und wie kann sie im HR-Alltag eingesetzt werden? Wir bringen Licht ins Dunkel!

Wir leben in einer Zeit, in der Technologien, die einst nur im Science-Fiction denkbar waren, langsam aber sicher zu einem realen Teil unseres täglichen Lebens werden. Eine der Technologien, die in den kommenden Jahren mit Sicherheit einen großen Einfluss haben wird: Augmented Reality (AR). Der Einsatz von AR ist in vielen Bereichen des Arbeitslebens denkbar – auch in HR.

Was ist Augmented Reality?

Bevor wir aber in Medias Res gehen, klären wir zunächst einmal: Was ist Augmented Reality überhaupt? AR heißt zu deutsch: Erweiterte Realität. Um diese zu erleben, brauchen Sie eine spezielle Brille. AR-Brillen verfügen über ein halbdurchlässiges Display, mit dem Sie Ihre gewohnte Realität mit digitalen Erweiterungen überlagern.

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Das Ergebnis ist eine Vermischung zwischen dem Realen und dem Virtuellen. Nicht zu verwechseln ist AR übrigens mit VR – der virtuellen Realität. Hier tauchen Sie in eine vollständig virtuelle Realität ein und die Umwelt bleibt außen vor.

In welchen Bereichen wird AR eingesetzt?

Augmented Reality funktioniert aber auch über ein Tablet oder Smartphone: Seinen großen Durchbruch erlebte die Technologie mit dem Spiel „Pokémon Go“ aus dem Jahr 2016. Hier kamen Smartphones oder Tablets zum Einsatz, auf deren Display Spieler virtuelle Pokémon-Figuren sehen konnten, die in die reale Umwelt eingeblendet wurden. Damals rückte AR erstmals in den Fokus der Öffentlichkeit. Seitdem ist immer mehr AR-Software auf den Markt gekommen, mit immer praktischeren Anwendungen.

Hier nur einige Beispiele:

  • Navigations-Apps blenden die gewählte Route in die reale Umgebung ein.
  • AR-Sightseeing-Apps blenden Informationen über Gebäude, Sehenswürdigkeiten und historische Stätten über das Display Ihres Handys in die reale Umgebung ein.

AR in der Arbeitswelt  

Logisch: Es gibt auch viele praktische AR-Anwendungen im beruflichen Bereich. Insbesondere bei Reparatur- und Wartungsarbeiten könnte AR künftig stärker zum Einsatz kommen. Mit einer AR-Brille kann ein Mechaniker beispielsweise durch einen technischen Prozess gelotst werden. Dabei werden AR-Bilder und Informationen über oder um das reale Objekt, an dem er arbeitet, eingeblendet.

AR hat aber auch das Potenzial, unser Arbeitsleben und das Personalmanagement für immer zu verändern. Die meisten von uns pendeln zum Beispiel immer noch Tag für Tag zum Arbeitsplatz. Eine zeitraubende und stressige Angelegenheit! Über AR-Anwendungen könnten Arbeitnehmer jeden Raum in ihren individuellen Arbeitsbereich verwandeln. Ausgestattet mit digitalen Notizen, Ordnern und Dateien – sogar mit einem digitalen Foto der Lieben. Arbeitnehmer hätten Zugriff auf alle Informationen und Tools, die sie normalerweise in ihrem Büro vor Ort finden.

Über Augmented Reality funktioniert das aber, wo und wann immer Arbeitnehmer die Informationen nutzen wollen. Arbeitgeber könnten mit diesem Angebot Pendlern viel Stress nehmen und ihnen sehr realitätsnahe Home-Office-Tage bescheren. Alles, was man dazu braucht, ist ein AR-Headset. Die Technik kann auch bei Meetings mit virtuellen Teamkollegen eingesetzt werden. Präsentationen können zum Beispiel in dreidimensionaler Ansicht auf den Screens der anderen Mitarbeiter geteilt werden.

Augmented Reality und HR – ein Dreamteam!

AR hat aber auch das Zeug, klassische HR-Abläufe zu verändern. Und zwar so massiv, dass etablierte und einstmals zähe und langweilige Prozesse plötzlich Spaß machen. Nehmen wir etwa das Onboarding. Viele Organisationen gehen diesen eigentlich sehr geschäftskritischen Prozess noch immer aus einem rein administrativen Blickwinkel an.

Neue Mitarbeiter müssen eben in die Organisation eingeführt werden und wichtige Informationen über die Organisation und die wichtigsten Ansprechpartner erhalten. Meist ist das für New Hires allerdings eine reichlich langweilige Angelegenheit, bei der Information auf Information folgt. Gähn!

Augmented Reality im Onboarding

AR könnte das Onboarding in etwas Lustiges und Interaktives verwandeln. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, mit den New Hires eine AR-Tour durch Ihr Bürogebäude zu unternehmen, bei der unterhaltsame und mehrwertige Informationen über wichtige Locations, die Firmengeschichte oder die neuen Kollegen einfach eingeblendet werden, während Sie von Ort zu Ort gehen. Wie viel effektiver und angenehmer wäre das, als still und starr in einem Raum zu sitzen und auf ein Flipchart zu starren?

Augmented Reality könnte außerdem im Bereich der Personalentwicklung eingesetzt werden. Seminare, die sich auf die eher theoretische Vermittlung von Informationen in einer klassenraumähnlichen Umgebung beschränken, könnten mit AR in eine „praktische“ Welt des Lernens verwandelt werden.

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Im technischen Bereich könnten zum Beispiel ganze Baugruppen in den Raum eingeblendet werden. Sie könnten per Sprachsteuerung und Gesten auseinander genommen und wieder zusammengesetzt werden. So entstünde eine sehr plastische Vorstellung von Bauplänen oder von der Funktionsweise  technischer Gadgets. Der Lerneffekt wäre enorm, weil abstrakte Inhalte plötzlich greifbar wären.

AR im Human Resources Management: Mehr als nur ein Gimmick.

All das zeigt: AR ist mehr als nur ein Gimmick. Der Wegfall von langwierigen Pendelfahrten sowie die Optimierung des Onboarding-Prozesses wird Unternehmen dabei helfen, Talente von Anfang an zu begeistern und zu binden. Derweil werden effektivere Lernmethoden dazu führen, dass die Belegschaft stets up-to-date ist und auf aktuelle Herausforderungen angemessen reagieren kann. Das ist in einer Zeit, in der Wissen immer schneller veraltet von immenser Bedeutung, um dem zunehmenden Innovationsdruck in den Märkten Stand halten zu können.

Unser Fazit: AR ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Technik menschliche Fähigkeiten ergänzen  und viele Prozesse effizienter und spannender machen kann. Wir sind gespannt, welche weiteren Anwendungen für das Human Ressources Management sich HR Software Hersteller ausdenken werden. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden. Die Zukunft kann  kommen.

Sie haben Fragen zu innovativen Lösungen aus dem HR Software Bereich? Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen jederzeit gerne weiter.

Kategorien: Fachbeiträge

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.