Karrierewebsite: Tipps für den richtigen Aufbau

Karrierewebsite: Tipps für den richtigen Aufbau

Die Karrierewebsite ist das Herzstück im Recruiting. Egal woher Bewerber kommen. Ob über Facebook,Twitter und Co., Google oder über eine geschaltete Stellenanzeige in einem Jobportal wie Stepstone oder Jobware. Alle Kandidaten-Wege führen nicht nach Rom, sondern letztlich auf die Karrierewebsite. Was Arbeitgeber bei der Erstellung beachten sollten. (Bild: arthurhidden / dollarphotoclub)

Der Karrierebereich auf der unternehmenseigenen Homepage gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sind Kandidaten über eine Stellenanzeige auf ein Unternehmen aufmerksam geworden, bietet sich ihnen hier die Chance, sich näher über den Arbeitgeber zu informieren.

Karrierewebsite: Produkte von Fremdanbietern

Bild: contrastwerkstatt / Dollarphotoclub

Die gute Nachricht: Inzwischen gibt es viele Software-Hersteller, die entsprechende Standard-Module anbieten, die eins zu eins auf das Corporate Design eines Unternehmens angepasst und über eine Schnittstelle schnell und einfach an die hauseigene Homepage angedockt werden können.

Kommen wir nun zur schlechten Nachricht: Lange haben Unternehmen die Bedeutung einer Karrierewebsite unterschätzt und sie mehr als Alibi-Host für ihre Stellenanzeigen gesehen, die ohnehin an diversen anderen Orten im Netz geschaltet wurden und nur der Vollständigkeit halber auch im Karrierebereich der eigenen Homepage.

Karrierewebsite: Es herrscht Optimierungsbedarf

Dementsprechend – Entschuldigung, falls das jetzt hart klingen mag – ungepflegt sind viele Unternehmensauftritte in diesem Bereich. Häufig kommt es sogar vor, dass sämtliche Seiten des Unternehmensauftritts für Mobilgeräte optimiert wurden, einzig der Karrierebereich nicht.

Ein Denken, das noch von einer Zeit rührt, in der sich Arbeitgeber ihre Bewerber aussuchen konnten. Da kam es auf den einen oder anderen abgeschreckten Kandidaten nicht an. Im Gegenteil. Doch inzwischen ist das anders herum. Bewerber haben die Wahl.

Karrierewebsite: Der mobile Bewerber

Und noch etwas hat sich geändert. Smartphone und Tablets sind nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Egal ob in der U-Bahn, in Pausen, im Wartezimmer beim Arzt – Menschen haben sich daran gewöhnt, immer am Ball zu sein.

Videos, Nachrichten, E-Mail – das Büro ist im wahrsten Sinne des Wortes in die Tasche gewandert. Gelegenheiten, in denen sich auch Jobwechsler um ihre Karriere kümmern. Sie checken Stellenanzeigen oder schauen sich direkt die Karrierebereiche möglicher Arbeitgeber an.

Fatal allerdings, wenn sie dann auf eine Seite stoßen, die den Bedürfnissen der mobilen Generation null komma null  Rechnung trägt. Zwar haben viele Unternehmen in punkto Stellenanzeige bereits reagiert und diese für mobile Endgeräte optimiert, die Karriereseiten kommen allerdings insbesondere für Smartphone-Nutzer als praktisch unlesbare Bleiwüsten daher.

Karrierewebsite: Strukturierende Elemente

Oft sind die Zeilen doppelt so breit wie der Monitor. Der Kandidat muss mühsam hin- und herwischen, um die viel zu langen Texte zu lesen. Hier bestehen zwei Möglichkeiten:

  • Das macht er nicht lange
  • oder er lässt es von vornherein ganz.

Bewerber derart zu verprellen können sich Firmen eigentlich nicht leisten. Das zeigt die wissenschaftliche Studie „Recruiting Trends“ der Universitäten Frankfurt und Bamberg.

Demzufolge resultieren bei den deutschen Top-1000 Unternehmen rund 37,3 Prozent aller Stellenbesetzungen aus einer Stellenanzeige auf der eigenen Unternehmens-Webseite oder über eine Jobbörse im Internet.

Karrierewebsite: Magnet für Bewerber

Acht Prozent aller Stellenbesetzungen erfolgen über Mitarbeiterempfehlungen und 5,1 Prozent über Social Media. Völlig abgeschlagen: Die Printmedien  mit einem Anteil von 4,0 Prozent und die Bundesagentur für Arbeit mit 2,7 Prozent.

Bei der Rekrutierung ist also Umdenken angesagt. Ziel sollte es sein, es den Kandidaten so einfach wie möglich zu machen, sich bei einem Unternehmen zu bewerben. Doch neben einem nicht mobil optimierten Karrierebereich auf der eigenen Karrierewwebseite unterlaufen Firmen gerne noch andere Patzer beim Aufsetzen dieses so wichtigen Portals.
 

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Grundsätzlich soll die Karrierewebseite folgende Fragen beantworten:

  • Wer sind wir?
  • Welche offenen Stellen bieten wir?
  • Was erwartet den Kandidaten im Unternehmen?
  • Was erwartet das Unternehmen vom Kandidaten?
  • Welche Karrierechancen bestehen?

Und das am besten garniert mit Bildern aus dem Büroumfeld, mit einem Unternehmensvideo, im Idealfall auch mit Bildern von echten Kollegen statt der typischen auf Hochglanz getrimmten Agenturbilder.

Wichtig ist auch eine gute Struktur und Gliederung der Homepage. Ewig lange Texte ohne Punkt und Komma schrecken nur ab. Heutzutage sollten die Informationen gut gegliedert und strukturiert aufbereitet werden. Reiter helfen bei diesem Unterfangen. Die Texte selbst sollten den Leser mit Zwischenüberschriften an der Hand nehmen und immer mal wieder durch kurze Bulletpointlisten strukturiert werden.

Ein schönes Ad-On ist auch ein Artikel-Karussell auf der Startseite, das Kandidaten den direkten Weg zu den wichtigsten Informationen weist. So gerüstet dürfte dann eigentlich nichts mehr schief gehen mit der Bewerbung beim Kandidaten.(Bilder: Dollarphotoclub)


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Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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