Matching: Der hottest Shit im Recruiting

Matching: Der hottest Shit im Recruiting

Matching Technologien sind der hottest Shit im Recruiting. Einfach ausgedrückt geht es um unkomplizierte Anwendungen, die Kandidaten und Recruiter schnell und einfach zusammenbringen sollen. Abgeschaut haben sich die Macher das Prinzip von Datingplattformen. Wie es funktioniert und was zu beachten ist… (Bild: Antonioguillem / dollarphotoclub)

Wir könnten jetzt lange Theorien ausbreiten über Such-Algorithmen, trockene Arbeitsmarktzahlen ne
nnen und das Thema Kandidaten Matching noch mit ein paar Studien garnieren. Das tun wir an dieser Stelle mal nicht, sondern gehen gleich ins Eingemachte und zeigen die einschlägigen Beispiele, die es auf dem Markt bereits gibt. Los geht’s: Stürzen wir uns also kopfüber ins Thema.

Matching: Auf der Suche nach dem perfekten Kandidat

Eine der bekannteren Matching Applikationen für die Jobsuche und Personalgewinnung kommt aus dem Hause truffls. Truffle zu deutsch: Trüffel. Und der Name ist Programm: Denn Kandidaten, die sich für einen neuen Job interessieren, können sich hier die Sahnestückchen, besser gesagt: die Edelpilze, unter Arbeitgebern heraussuchen. Und das schnell und einfach per App. Mehr braucht’s für die Jobsuche nicht mehr.

Nach der Installation ist nur noch die Verbindung mit dem eigenen XING- oder LinkedIn-Profil nötig. Und dann kann’s schon losgehen. Der Kandidat bekommt auf seinem Display Jobs angezeigt, die zu ihm passen könnten. Diese bewertete er dann: Hot or not?

Matching: Wisch und weg…

Ein kurzer Wisch nach links und der Arbeitgeber ist vom Tisch. Einer nach rechts und er ist noch im Rennen. Ein Algorithmus im Hintergrund „lernt“ derweil so einiges über die Vorlieben des Bewerbers und spielt künftig immer passgenauere Jobs aus. Das ist das Matching Geheimnis von truffls.

karrierewebseite

Bild: contrastwerkstatt / Dollarphotoclub

Wie Unternehmen von der Job App profitieren können? Ganz einfach: Sie sollten sich mit ihren offenen Stellenangeboten bei dem Anbieter registrieren. Und dann gilt es im Prinzip nur noch zu warten. Angeblich, also laut Herstellerangabe, haben Firmen gute Chancen, dass Kandidaten auf sie aufmerksam werden: „truffls ist eine der bekanntesten und beliebtesten Job Apps. 80 Prozent der Kandidaten, die truffls nutzen, sind zwischen 21 und 40 Jahren alt, und 75 Prozent sind berufstätig – zu einem großen Teil finden Unternehmen auf truffls also die spannende Zielgruppe passiv Suchender.“ Ob das GENAU SO stimmt? Fraglich!

Auch das Startup Scotty ist angetreten, um auf dem Matching Markt mitzuspielen. Genauer gesagt handelt es sich um den ersten Reverse Recruiting Marktplatz. Klingt schon mal gut, oder? Aber was heißt das konkret? Bevor wir näher darauf eingehen, muss eines klargestellt sein: Scotty wendet sich explizit an IT Professionels. Diese legen auf der Plattform ein Profil an, mit Angaben zum:

  • Lebenslauf
  • Gehaltsvorstellungen
  • IT-Skills
  • Soft Skills

Matching: Schnell Fakten schaffen

Der Recruiter, der nun auf der anderen Seite tätig wird, richtet sich einen Suchfilter ein und bekommt prompt die passenden Kandidaten „ausgespuckt“.  Zeitgleich bekommt der Kandidat eine Benachrichtigung, dass ein Recruiter auf ihn aufmerksam geworden ist. Bei Interesse reicht ein Klick und weiter geht’s im Matching Prozess. Im nächsten Schritt folgt die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

 

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Ein ganz anderes Prinzip des Kandidaten Matchings lässt sich bei jobclipr finden. Im Vordergrund steht dabei der Gedanke, dass man sich gegenseitig durch Bilder und Kurzfilme auf der Plattform kennenlernt und so bereits eine gute Basis für das Vorstellungsgespräch gelegt ist. So funktioniert’s:

  • Jochsuchende hinterlegen Videos oder Fotos
  • laden Anschreiben, Zeugnisse, Lebenslauf hoch

Unternehmen tun es ihnen gleich durch den Upload von

  • Videos
  • Impressionen aus dem Unternehmen
  • Social Media Feeds
  • weiteren Arbeitgeber-Informationen

Bei Interesse können sich Arbeitgeber und Arbeitgeber gegenseitig kontaktieren.

Matching: So bewerten wir’s

Ob die oben beschriebenen Beispiele nun der Weisheit letzter Schluss sind – das lassen wir mal dahin gestellt. Denn bei der Matching Technologie steckt definitiv noch vieles in den Kinderschuhen. Die Idee von jobclipr finden wir zum Beispiel recht sympathisch, da es hier um ein Zusammenfinden geht, dass auch menschliche Facetten nicht aus dem Blick lässt. Aber: Haben Recruiter wirklich die Zeit, sich durch Unmengen von Bildmaterial und Videos zu klicken?

Das Scotty und truffls-Prizip scheint dagegen doch eher zu sehr auf den Faktor Zeit ausgelegt. Ob das Wisch und Weg Prinzip von truffls wirklich nachhaltig ist? Denn in der Eile kann auch schnell mal eine interessante Arbeitgeberbewerbung weggewischt werden. Auch die Scotty-Idee scheint ein wenig überholungsbedürftig, denn zwischen Erstkontakt und Einladung zum Vorstellungsgespräch liegen nur wenige Informationen. Nicht, dass es dann „live“ zu einem Recruitung-Wunder im negativen Sinne kommt…


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Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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