Mitarbeiterempfehlung: Ein ganz heißer Recruiting-Kanal

Mitarbeiterempfehlung: Ein ganz heißer Recruiting-Kanal

Schon gewusst? So ziemlich alle Unternehmen aus der IT-Branche halten ihre Mitarbeiter inzwischen dazu an, offene Stellen an ihr persönliches Netzwerk weiterzuempfehlen. Die Mitarbeiterempfehlung gewinnt aber auch in anderen Branchen zunehmend an Beliebtheit. Das Besondere: Hersteller von Bewerbermanagementsystemen unterstützen mit ausgefeilten Funktionen.

Was ist eine Mitarbeiterempfehlung?

Das Prinzip der Mitarbeiterempfehlung setzt auf die Idee „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“. Was steckt dahinter? Unternehmen setzen ihre Arbeitnehmer als Botschafter des Unternehmens ein und animieren sie, Stellenanzeigen an ihr persönliches Netzwerk weiterzuleiten.

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Die Idee, dass Arbeitnehmer Bekannte, Freunde oder Verwandte anheuern, wird für Arbeitgeber immer spannender. Laut der Studie Recruiting Trends 2019 haben drei von zehn Top-1.000-Unternehmen und sieben von zehn IT-Unternehmen aktuell ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm implementiert. Ein Fünftel der Kandidaten gibt an, den letzten Job per Mitarbeiterempfehlung erhalten zu haben.

Die Mitarbeiterempfehlung entpuppt sich somit als wichtiger und ernstzunehmender Recruiting-Kanal, der sich für beide Seiten lohnt: Unternehmen wie Mitarbeiter. Denn oft versüßen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das Weiterempfehlen von Vakanzen mit Incentives oder eine Zusatzvergütung, während sie selbst in den Genuss kürzerer Einstellungsphasen kommen.

Laut der Studie Recruiting Trends entlohnt „unter den Top-1.000-Unternehmen mehr als ein Drittel die Empfehlung eines Kandidaten, wenn diese zu einer Einstellung führt. In der IT-Branche sind es sieben von zehn Unternehmen, welche die Empfehlung mit Geld- oder Sachwerten vergelten. Zwei von zehn Kandidaten berichten, dass ihr aktueller Arbeitgeber die Mitarbeiterempfehlung entlohnt.“

Arten der Mitarbeiterempfehlung

Dabei gibt es verschiedene Arten der Mitarbeiterempfehlung. Zum Beispiel leiten Mitarbeiter die Stellenanzeige an ihr Netzwerk weiter, sodass sich Freunde, Bekannte oder Verwandet auf die offenen Stellen bewerben können. Alternativ schlagen Mitarbeiter potenzielle Arbeitnehmer bei der HR-Abteilung für eine Vakanz vor.

Inzwischen gehört die Mitarbeiterempfehlung zu den drei wichtigsten Kanälen im Recruiting. Denn sie geht für Unternehmen mit einigen Vorzügen einher: Mitarbeiter, die durch eine persönliche Empfehlung eines Arbeitnehmers eingestellt wurden, passen nämlich häufig besser zur eigenen Unternehmenskultur.

Empfohlene Mitarbeiter passen bestens zum Arbeitgeber

Warum? Ganz einfach: Der Mitarbeiter, der einen Bekannten vorschlägt, hat bereits für sich eine interne Vorselektion vorgenommen. Er würde die Person aller Wahrscheinlichkeit nicht ins Rennen bringen, würde sie nicht zum Unternehmen passen und nicht perfekt für die Stelle geeignet sein. Alles andere fiele auf ihn zurück. Insofern sind über Mitarbeiterempfehlungen eingestellte Arbeitnehmer in aller Regel von höchster Passgenauigkeit.

Tatsächlich: „Zwei Drittel der Top-1.000-Unternehmen und acht von zehn IT-Unternehmen bestätigen diesen besseren Fit mit der Unternehmenskultur. Sechs von zehn Top-1.000-Unternehmen und mehr als die Hälfte der IT-Unternehmen glauben zudem, dass über Mitarbeiterempfehlungsprogramme eingestellte Mitarbeiter loyaler sind.“

Risiken der Mitarbeiterempfehlung

Neben den Chancen gibt es in punkto Mitarbeiterempfehlung aber auch Risiken, wie ebenfalls aus der Studie Recruiting Trends hervorgeht. Hier heißt es: „Ein Viertel der Mitarbeiter empfiehlt keine Kandidaten aus den eigenen Bekanntenkreisen, da sie Arbeits- und Berufsleben trennen wollen. Aus Unternehmenssicht glaubt ein Viertel der Top-1.000-Unternehmen und ein Drittel der IT-Unternehmen, dass Empfehlungen, die von Seiten der Unternehmen nicht berücksichtigt werden, die Motivation des Mitarbeiters senken. Etwa ein Viertel der Kandidaten ist auch tatsächlich frustriert, wenn vorgeschlagene Kandidaten nicht eingestellt werden, und jeder zehnte Kandidat hat aus diesem Grund bereits aufgehört, konkrete Kandidaten vorzuschlagen.“

Außerdem denkt jeder zehnte Arbeitgeber, dass schlechte Leistungen von empfohlenen Kandidaten auf jene Mitarbeiter zurückfallen, die den Kandidaten empfohlen haben. Sieben von zehn Kandidaten fühlen sich auch für die Leistungen der von ihnen empfohlenen Kandidaten verantwortlich. Mehr als die Hälfte der Kandidaten fürchtet daher, Talente zu empfehlen.

Die Ergebnisse zeigen: Das Thema Mitarbeiterempfehlung sollte im Bewerbermanagement nicht überstrapaziert, doch aber als Recruiting-Kanal in Betracht gezogen werden. Als Teil eines sinnvoll durchdachten Recruiting-Mixes – bestehend aus Anzeigenschaltung, Social Recruiting und Active Sourcing – entfalten Mitarbeiterempfehlungen ihre volle Wirksamkeit.

Mitarbeiterempfehlungen mit einem Bewerbermanagementsystem managen

Hierbei kann ein Empfehlungsmanager innerhalb eines Bewerbermanagementsystems zu schnellen und nachhaltigen Erfolgen führen. Das Prinzip: Mitarbeiter teilen die Stellenausschreibungen ihres Arbeitgebers mit ein paar Klicks in ihren persönlichen und sozialen Netzwerken. Hier gibt es zum Beispiel diese Möglichkeiten:

  • Mitarbeiterempfehlung per E-Mail
  • Mitarbeiterempfehlung per WhatsApp
  • Mitarbeiterempfehlung über einen persönlichen Link
  • Mitarbeiterempfehlung per Xing oder LinkedIn
  • Mitarbeiterempfehlung auf Twitter oder Facebook

Dank eines Empfehlungsmanagers können sich Arbeitgeber der folgenden Mehrwerte in ihrem Bewerbermanagement sicher sein:

  • Mehr Empfehlungen erhalten dank standardisierter Prozesse
  • Frei wählbare Prämien für teilnehmende Mitarbeiter
  • Mitarbeiter automatisch über neue Stellenausschreibungen informieren
  • Einfache Handhabung – dank Nutzung auch via Smartphones
  • Transparentes Reporting: Welche Empfehlungen haben zur Anstellung geführt
  • Weiterempfehlung ganz einfach – auch auf dem Smartphone

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Kategorien: Fachbeiträge

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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