Personalarbeit goes social: Social Media in HR

Personalarbeit goes social: Social Media in HR

Social Media spielen eine immer größere Rolle in der HR-Arbeit – Das ist das Ergebnis der Studie HR-Software-Report 2019. Sie werden jetzt denken: Logisch – in der Personalbeschaffung haben sich Social Media Anwendungen längst durchgesetzt. Das ist schon richtig. Die Einsatzgebiete sozialer Netzwerke gehen inzwischen aber weit über das Recruiting hinaus. Lernen Sie verschiedene Anwendungsszenarien kennen.

 Social Media in HR – was es damit auf sich hat

Social Media haben die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, komplett auf den Kopf gestellt. Nicht nur im Privaten, sondern auch im Beruflichen spielen die Netzwerke eine immer größere Rolle. Auch im Personalwesen.

HR-Software Vergleich UP

Das ist das Ergebnis des HR-Software-Reports 2019 des HR-Magazins Personalmanager. Diesem zufolge nutzen 73 Prozent der Befragten soziale Medien für ihre HR-Arbeit.

Einsatzfelder von Social Media in HR

Und: Von den Personalern, die von Berufswegen noch nicht in Social Media unterwegs sind, will fast die Hälfte (44 Prozent) in den kommenden Monaten Social Media für HR einsetzen. Das sind neun Prozent mehr als noch 2018.

Diese  Einsatzfelder von Social Media in HR können sich Personaler vorstellen:

  • Recruiting und Active Sourcing (86 Prozent)
  • Personalmarketing (77 Prozent)
  • Mitarbeiterkommunikation und interne Kommunikation (50 Prozent)
  • Talent Relationship Management (19 Prozent)
  • Wissensmanagement (13 Prozent)
  • Weiterbildung (10 Prozent)

Personalmarketing und Recruiting über Social Media

Aber wie lassen sich Social Media in diesen Bereichen konkret nutzen? Beim Personalmarketing und Recruiting über Facebook und Instagram legen Betriebe zum Beispiel Unternehmensseiten auf den einzelnen Kanälen an und bespielen diese regelmäßig mit abwechslungsreichen Inhalten, um Talenten einen Einblick von den eigenen Arbeitgebervorzügen zu gewährleisten.

Dazu eignet sich folgender Content:

  • Bilder
  • Videos
  • Blogbeiträge aus dem eigenen Mitarbeiterblog
  • Stellenanzeigen

Es gibt noch einen zweiten Weg: Bezahlte Werbeanzeigen zu schalten. So genannte Job Ads. Diese werden werden im Gegensatz zur Unternehmensseite auch Usern angezeigt, die sich nicht aktiv auf Jobsuche befinden und dem Unternehmen noch nicht folgen.

Während sich Talente für die Unternehmensseite bewusst registrieren müssen, um die Inhalte zu sehen, spielen Facebook und Co. bezahlte Anzeigeninhalte dagegen an alle User aus, die zur avisierten Zielgruppe passen. Das birgt große Chancen für das Recruiting. So erreicht man auch Talente, die nur latent auf Stellensuche sind. Laut Insidern liegt der Anteil solcher passiv suchenden Kandidaten nämlich bei rund 80 Prozent.

Interne Kommunikation über soziale Netzwerke

Immer häufiger nutzen Arbeitgeber Social Networks aber auch für interne Kommunikationszwecke. Hier kommen spezielle Corporate Social Networks zum Einsatz. Es gibt HR Software Anbieter, die sich auf diese Kommunikationstools spezialisiert haben.

Diese können etwa für die mobile Kommunikation genutzt werden. Das ist in Umfeldern praktisch, in denen Mitarbeiter nicht an einem festen Arbeitsplatz arbeiten, sondern sich im Unternehmen bewegen.

Nicht immer ist es für sie zum Beispiel möglich, ein Telefonat anzunehmen. Besteht später Zeit für einen Rückruf, ist der Kollege vielleicht nicht mehr erreichbar. So verzögert sich die Übermittlung wichtiger Nachrichten.

Kommunikations-Apps bieten hier erhebliche Vorteile und die Möglichkeit zu einer zeitgemäßen internen Kommunikation. Sie tragen dem mobilen Arbeitsstil der Mitarbeitenden Rechnung und vernetzen sie miteinander. Mit ihnen ist es ein Leichtes, den Informationsfluss im ganzen Unternehmen und in einzelnen Teams aufrecht zu erhalten.

Talent Relationship Management über soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke für das Businessumfeld können auch für das Talent Relationship Management genutzt werden und die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen verbessern. Sie verfügen nämlich nicht nur über ein Chatmodul, sondern auch über einen Nachrichtenstream á la Facebook.

Die Vorteile:

  • Die Unternehmensleitung kommuniziert im allgemeinen Nachrichtenstream mit allen Mitarbeitern zeitgleich.
  • Somit erhält jeder zuverlässig die Informationen, die für alle Mitarbeiter relevant sind.
  • Mitarbeiter fühlen sich eingebunden und können in dem Stream auch auf die Einträge des Managements reagieren.
  • Sie können auch eigene Einträge gestalten und zum Beispiel Ideen äußern, die alle Mitarbeiter voranbringen.

Diese Einbindung der Arbeitnehmer wird als extrem sinnstiftend empfunden und stärkt die Loyalität.

Wissensmanagement und Weiterbildung über soziale Netzwerke

Unternehmensinterne Corporate Social Networks sind außerdem die perfekte Lösung, um das Wissensmanagement und die Weiterbildung in einem Betrieb zu fördern. Mit der App lässt sich aktuelles Wissen leicht und sicher teilen.

Die Funktionen:

  • Ideenaustausch: Neue Ideen oder Erfahrungen können in Echtzeit zwischen zwei Mitarbeitern in einer geschützten Privatnachricht diskutiert werden, so bleibt Wissen steht im Fluss.
  • In sicheren virtuellen Räumen können sich mehrere Mitarbeiter oder ganze Teams im Chat austauschen und Wissen teilen.
  • Mitarbeiter-Apps können mit den verschiedensten Lern-Inhalten bespielt werden. Etwa mit einem Quiz zu einer neuen Verordnung, mit der sich die Mitarbeitenden auf unterhaltsame Art neues Wissen aneignen können. Es eignen sich auch Webinare, Artikel, Tutorials, Videos und, und, und.

So tragen Arbeitgeber unkompliziert zur Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden bei.

Warum nicht gleich Facebook und WhatsApp nutzen?  

Soweit, so gut. Stellt sich nur noch die eine Frage: Warum eine eigene Business App eines HR Software Anbieters implementieren, wenn es doch Facebook und WhatsApp gibt? Der Grund: Der Datenschutz.

Die Server von WhatsApp und Facebook stehen im amerikanischen Kalifornien und entsprechen somit nicht dem europäischen Datenschutz. Zum Beispiel landen die Daten, die über Facebook und WhatsApp übermittelt werden, aber auch alle Kontakte im Telefonbuch eines Whats-App-Nutzers nicht nur bei dem Konzern selbst, sie können auch mit Partnerunternehmen geteilt werden. Das ist in Deutschland ohne Zustimmung des Dateneigentümers nicht erlaubt und somit ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht.

HR-Software Vergleich UP

In punkto Datenschutz stehen Anwender mit einer Mitarbeiter-App für den Business-Gebrauch auf der sicheren Seite: Hierüber können sensible interne Informationen sicher ausgetauscht werden. Die Datenübertragung erfolgt via Ende-zu-Ende Verschlüsselung und wird nach dem weltweit erprobten ISO-Standard 27001 gehostet. Diese Zertifizierung steht für maximale Sicherheit in Sachen Datenschutz. Keine unerlaubte Datenweitergabe und absolute Datenschutzkonformität. Kritische Unternehmensdaten sind also sicher aufgehoben und geschützt. App gut, alles gut.

Sie haben Fragen zu Social Media Lösungen? Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen jederzeit gerne weiter.

Kategorien: Fachbeiträge

Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.