Personalmanagement: Diese 4 Trends zählen in 2018

Personalmanagement: Diese 4 Trends zählen in 2018

Das Jobportal StepStone hat die HR-Trends ausgewertet, die sich Ende 2017  als die herauskristallisierten, die das Personalmanagement am meisten in Atem gehalten haben. Aus ihnen hat die Karriereplattform Trends abgeleitet, die voraussichtlich in 2018 den größten Stellenwert in HR-Abteilungen haben werden. Ein Überblick und ein Vergleich, mit welcher HR Software sich die entsprechenden Prozesse beschleunigen lassen.  

Personalmanagement Trend 1: Fachkräfte sind gefragt wie nie

Bei der Jobsuche ist Talenten laut den StepStone-Erkenntnissen vor allem eines wichtig: Der gesamte Bewerbungsprozess – von der Jobsuche bis zur Vertragsunterschrift – sollte aus Sicht der Bewerber nicht länger als zwei Monate dauern. Eine erste verbindliche Rückmeldung – über eine Eingangsbestätigung hinaus – erwartet die Mehrheit nach zwei Wochen.

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Eine Erwartung, die viele Unternehmen nicht erfüllen. Doch unmöglich ist das nicht. Mit dem richtigen Bewerbermanagement-Tool lässt sich die Time to Hire um bis zu 50 Prozent verkürzen, weil sich viele Arbeitsprozesse effektiver gestalten lassen.

Zum Beispiel hilft die Software beim Qualifizieren der eingegangenen Bewerbungen. Dazu gleicht sie die vorgegebenen Stellenprofile automatisch mit den Skills eines Talents ab und sortiert die passenden Kandidaten vor. Matching nennt sich dieses kleine Wunderwerk der Technik.

Auch die Prozesse innerhalb des Unternehmens lassen sich verschlanken. Nach der Qualifizierung und Vorselektion können eingegangene Bewerbungen passender Kandidaten per Mausklick der Fachabteilung zur Verfügung gestellt werden.

Ein Erinnerungssystem sorgt dafür, dass deren Feedback nicht zu lange auf sich warten lässt. Die Fachabteilung kann das Profil einsehen und innerhalb des Bewerbermanagements bewerten. Hernach kann HR automatisierte Einladungen zum Vorstellungsgespräch versenden oder alternativ erklärende Absagen.

Personalmanagement Trend 2: Alternativen zur Formularbewerbung erwünscht

Weitere Studienergebnisse von StepStone zeigen: Fast jeder Vierte (24 Prozent) ist abgeschreckt, wenn er zur Bewerbung ein Online-Formular des Arbeitgebers nutzen soll.

Die Gründe:

  • Sie sind oftmals zu lang und umständlich.
  • Sie brechen häufig ab, ohne Möglichkeit zwischenzuspeichern.
  • Sie sind nicht geeignet für mobile Bewerber, weil sie nur umständlich auf kleinen Smartphonedisplays ausgefüllt werden können.

Dabei gibt es gerade für mobile Bewerber längst Alternativen, die von HR Software Herstellern in ihre Bewerbermanagement Systeme eingebunden wurden: Die One-Click- oder One-Swipe-Bewerbung sind zum Beispiel spannende Innovationen im Bewerbungsprozess. Eine Alternative wäre auch die Bewerbung via Chatbot.

Die verschiedenen Bewerbungsformate funktionieren wie folgt:

  1. Recruiting über Chatbots: Der Bewerber wird beim Klick auf den Bewerben-Button in einer Stellenanzeige zu einem Chatbot weitergeleitet. Ein Fenster ploppt auf, das rein optisch wie ein Instant Messenger daherkommt. Mit dem Unterschied, dass der Chat nicht mit dem Personaler eines Unternehmens geführt wird, sondern mit einem Roboter.
    Der Chatbot fragt die folgenden Daten ab: Name, Erfahrungen, bisherige Arbeitgeber, Arbeitserfolge, Gehaltsvorstellungen, Starttermin, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Das Besondere: Das Talent kann innerhalb von nicht einmal 30 Sekunden die wichtigsten Informationen zu seinem Profil eingeben, ohne diese wie in einem Anschreiben ausformulieren zu müssen. Der Chatbot sammelt die Eingaben und bereitet sie für den Recruiter ansehnlich und strukturiert auf.
  2. One-Swipe-Bewerbung via App: Bewerber geben ein paar Kriterien für ihren Wunscharbeitgeber ein und die entsprechende App einer Jobbörse “spuckt” per Fingertipp passgenaue Stellenanzeigen aus. Damit ist das Talent auch schon mitten im Bewerbungsprozess: Mit einem einfachen Wischen nach rechts versenden Bewerber automatisch ihr Profil aus einem Karrierenetzwerk an den Wunscharbeitgeber. Mit einem “Swipe” nach links ist das Unternehmen dagegen aus dem Rennen.
  3. One-Click-Bewerbung: Die One-Click-Bewerbung ermöglicht Stellensuchenden per Mausklick auf den Bewerbungsunterlagen-Button in einer Stellenanzeige, ihr aktuelles Bewerberprofil aus einem Karrierenetzwerk wie Xing oder LinkedIn oder aus einer Lebenslaufdatenbank in die Datenbank des Wunscharbeitgebers zu importieren. Fertig.

Personalmanagement Trend 3: Unternehmen sollten die Bedürfnisse ihrer Arbeitnehmer kennen

Neben einem straffen Bewerbungsprozess wollen Arbeitnehmer aber auch inhaltlich von einem Jobangebot überzeugt werden. Streben Arbeitnehmer einen Jobwechsel an, geht es nicht immer nur um ein höheres Gehalt, sondern auch um mehr Freiheit und Entscheidungskompetenz bei der Gestaltung des Arbeitstages und des Tätigkeitsprofils.

Rund drei Viertel der Fachkräfte in Deutschland (77 Prozent) möchten außerdem laut einer gemeinsamen Studie von StepStone und Kienbaum in einem Unternehmen mit flachen Hierarchien arbeiten. 85 Prozent gaben an, dass sie am liebsten selbstbestimmt arbeiten.

Darauf sollten Arbeitgeber reagieren, wollen sie bestehende Mitarbeiter binden und neue anlocken. Talenten und Mitarbeitern hier aber einfach irgendwelche Maßnahmen überzustülpen, die Pi mal Daumen passen könnten, geht nicht auf. Die Bedürfnisse variieren von Unternehmensumfeld zu Unternehmensumfeld.

Zum Beispiel können die Vorstellungen von einem Plus an Freiheit weit auseinander gehen. Während der Arbeitgeber darunter die Einführung von Gleitzeit versteht, verbinden Mitarbeiter damit vielleicht eher Home-Office-Angebote. Wer als Arbeitgeber in sensiblen Punkten die falschen Weichen stellt, wird nicht Zufriedenheit säen, sondern nur Frust ernten.

Damit eine Arbeitgeber-Maßnahme nicht an den Mitarbeiterbedürfnissen vorbeigeht, macht es Sinn, mit den Mitarbeitern zu reden. Stichwort: Mitarbeiterbefragung. Natürlich muss das im Digitalzeitalter nicht mehr von Angesicht zu Angesicht geschehen, sondern kann viel effizienter über Feedbacktools gesteuert werden. Mit diesen lassen sich die Ergebnisse einer Befragung auch nach verschiedenen Kriterien auswerten.

Personalmanagement Trend 4: Bewerber wollen einen Blick hinter die Kulissen werfen

Damit aber nicht genug. Bevor sie sich bewerben, wollen sich Jobsuchende ein möglichst konkretes Bild vom Unternehmen verschaffen.

Sechs von zehn Fachkräften suchen in Stellenanzeigen gezielt nach Informationen zur Unternehmenskultur des Arbeitgebers, vier von zehn wünschen sich authentische Aussagen zum Unternehmen aus Sicht der Mitarbeiter – so das Ergebnis einer StepStone-Befragung.

Sechs von zehn Fachkräften achten bei der Jobsuche außerdem gezielt darauf, dass es nicht nur fachlich, sondern auch menschlich passt. Unternehmen mit einer attraktiven und transparent und ehrlich kommunizierten Unternehmenskultur sind im Wettbewerb um passende Talente also klar im Vorteil: Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) hat ein Unternehmen wegen einer unpassenden Kultur schon einmal verlassen.

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Die Unternehmenskultur lässt sich perfekt in modernen Stellenanzeigen spiegeln. Die entsprechenden Vorlagen liegen in den meisten Bewerbermanagement-Systemen bereits als fertige Templates vor.

In diese lassen sich Bilder, Recruiting-Videos, Links zu Mitarbeiter-Blogs und zu den eigenen Social-Media-Auftritten unterbringen. Im Zusammenspiel entsteht ein erster intensiver Einblick.

So manches Bewerbermanagement-System wartet auch mit einer einfach zu gestaltenden Karrierehompage auf, auf der die genannten Informationen ebenso untergebracht werden können. Einfacher geht’s nicht. Vorausgesetzt, die richtige HR Software ist am Start. (Bild: Elnur, Fotolia.com)


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Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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