Legal-Tech im HRM: Bedeutung, Definition, Vorgehensweisen
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Legal-Tech im HRM: Bedeutung, Definition, Vorgehensweisen

    Legal-Tech – schon mal gehört? Grob gesprochen, geht es hierbei um die Digitalisierung juristischer Prozesse. Und das ist für viele Unternehmensbereiche spannend – insbesondere für HR-Abteilungen. Schließlich berührt die Arbeit von Personalmanager:innen sehr oft Fragen des deutschen Arbeitsrechts. Aber was heißt das nun konkret? Inwiefern können Legal-Tech Tools im Human Resources Management eingesetzt werden und welche Vorteile bringen sie mit sich? Das erfahren Sie in diesem Artikel. 

    Was ist Legal-Tech? Eine Definition.

    Der Begriff Legal-Tech setzt sich aus „legal“ und „technology“ zusammen. Der Name sagt es schon – es handelt sich um digitale Tools, mit denen sich juristische Arbeitsprozesse steuern und teilweise sogar automatisieren lassen. 

    Legal-Tech Anwendungen ermöglichen es, selbst Nicht-Juristen, sehr einfach und mit geringstem Aufwand zum Beispiel rechtssichere Verträge zu erstellen. Es gibt aber noch viele weitere Anwendungsgebiete. Generell ist der Bereich der Legal Technology zwar noch sehr jung, aber die Innovationsdichte ist dafür recht hoch. 

    Legal-Tech Anwendungen für HR

    Für das Human Resources Management wird Legal-Tech immer mehr zum Thema. Kein Wunder, immerhin haben HR-Manager:innen in ihrem Arbeitsalltag mit vielen rechtlichen Angelegenheiten zu tun. Dabei geht es nicht nur um die Erstellung oder Anpassung rechtssicherer Dokumente wie Arbeitsverträge, Änderungsvereinbarungen, NDAs, Aufhebungsverträge, Freelancing-Verträge, Abmahnungen oder Kündigungen. Es geht im Human Resources Management auch immer wieder um die Klärung rechtlicher Fragen. Zum Beispiel: Ab wann gilt die Zusammenarbeit mit einem Freelancer als Scheinselbstständigkeit? 

    In all diesen Fällen sind HR-Manager:innen eigentlich auf fundierte juristische Beratung angewiesen. Von der hauseigenen Legal-Abteilung zum Beispiel. Doch diese ist, wenn überhaupt vorhanden, meist chronisch überlastet und hat oft keine Zeit, sich um HR-Angelegenheiten zu kümmern. In diesem Fall müsste der oder die verantwortliche Personalmanager:in externe Juristen kontaktieren. Doch die sind in aller Regel langsam, unflexibel und teuer und das Beratungshonorar sprengt alle Budgetgrenzen. 

    Bloß nicht „Kanzlei Google“ befragen

    Also befragt der HR-Manager oder die HR-Managerin „Kanzlei Google“. Und damit fangen die Probleme eigentlich erst richtig an. Denn zu ein und demselben Thema gibt es im Netz oft zig verschiedene Einträge, die sich im schlimmsten Fall widersprechen, statt sich zu ergänzen. Letztendlich entscheidet sich der HR-Experte oder die HR-Expertin für die Information, die am plausibelsten klingt und beginnt zum Beispiel selbst, Dokumente wie Arbeitsverträge oder Arbeitszeugnisse anzupassen. 

    Das öffnet die Tür für rechtliche Fehler. Unvollständig oder doppeldeutig formulierte Regelungen erzeugen zum Beispiel eine vermeidbare Angriffsfläche. Klauseln, die unklar oder entgegen zwingenden gesetzlichen Regelungen formuliert werden, sind automatisch unwirksam. Aber auch unsauber ausgearbeitete Compliance-Formulierungen können von einem frustrierten Arbeitnehmer als Druckmittel eingesetzt werden. Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung stehen die Chancen in diesen Fällen meist sehr schlecht. 

    Hier hätte sich so mancher HR-Manager sicher schon des Öfteren einen Robo-Juristen gewünscht, der bei Unklarheiten Licht ins Dunkel bringt – schnell, unkompliziert und budgetschonend. Zwar gibt es derartige Legal-Tech Anwendungen für andere Bereiche schon. Aber für HR steckten sie hierzulande lange in den Kinderschuhen. Doch nun hat das Warten ein Ende. Denn mit der Legal-Tech Lösung twinwin erhalten HR-Expert:innen nun endlich eine digitale Rechtsabteilung, die immer verfügbar, verlässlich und dazu noch kostengünstig ist. 

    Wie die Idee zu dem Legal-Tech Tool twinwin entstand

    Hinter dem Tool steckt das gleichnamige Startup, gegründet von Max Bauermeister und Co-Founderin Eleni Arvaniti. Während Max Bauermeister als erfahrener HR Executive, studierter Organisationsanalyst und SaaS-Liebhaber das nötige Wissen aus der HR-Praxis mitbringt, steuert Eleni Arvaniti als Rechtsanwältin das nötige juristische Fachwissen bei. „Wir haben während unserer Karrieren selbst oft erfahren, dass an der Schnittstelle HR und Legal immer wieder Unsicherheiten auftreten“, sagt CEO Max Bauermeister. „Persönlich fühlt sich das nicht schön an und auch unternehmerisch liegen dort erhebliche Risiken.“

    Bauermeister weiter: „Mit twinwin wollen wir nun HR und Recht zusammenführen, da in der Praxis viele besonders risikoträchtige Fragestellungen beide Bereiche betreffen. Es geht also auch um Enablement. Überall dort, wo besonders fachspezifische Themen auftreten und womöglich auch Entscheidungen unter Zeitdruck erfordern. Nicht zuletzt soll HR-Verantwortlichen ermöglicht werden, sich strategischen Themen sowie den Mitarbeitern widmen zu können, anstatt mit administrativ-rechtlichen Hürden zu kämpfen. Das war der Moment, in dem wir uns entschieden haben: Das ändern wir zum Besseren! Eine jederzeit verfügbare, rechtssichere und moderne Lösung muss her.“

    Person tippt auf einem Laptop auf dem die Waage der Gerechtigkeit zu sehen ist

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    Welche Anwendungsszenarien HR mit twinwin gemanagt werden können 

    Gesagt, getan. Mit dem Tool twinwin erhalten HR-Manager:innen nicht nur schnelle, sondern vor allem auch kompetente juristische Hilfe. Für verschiedene Anwendungsszenarien stehen Personaler:innen unterschiedliche Module zur Verfügung. Diese stellen wir Ihnen in aller Kürze vor.

    #1 Robo-Expertise Modul

    Prüfen Sie konkrete rechtliche Fälle, die Ihnen bei Ihrer Arbeit begegnen. Innerhalb eines strukturierten Interviews werden alle relevanten Details zu einer Situation erfasst und anschließend ausgewertet. Im nächsten Schritt erhalten Sie konkrete Handlungsempfehlungen. Machen Sie zum Beispiel den Freelancer-Check und finden Sie heraus, ob Ihre Zusammenarbeit mit einem Freelancer als Scheinselbstständigkeit bewertet werden kann. 

    #2 Vorlagen-Pool

    Mit twinwin haben Sie immer Zugriff auf rechtssichere Dokumente. Greifen Sie einfach auf den Vorlagen-Pool zu und laden sich Templates für verschiedenste Anwendungsszenarien herunter. Von Arbeitsverträgen bis hin zu Vorlagen für Kündigungen. Die Dokumente werden regelmäßig von Fachexperten aktualisiert und sind somit immer auf dem neuesten Stand.

    #3 Frage & Antwort Modul

    Wenn im Arbeitsalltag arbeitsrechtliche Fragen auftreten, erhalten HR-Anwender:innen bei twinwin die richtigen Antworten. Dafür sorgt das Modul „Frage & Antwort“. Sie tippen einfach Ihre Frage ein und erhalten kurz darauf die Antworten – schnell und rechtssicher.

    Wie geht’s mit dem Legal-Tech Startup twinwin weiter?

    Für die Zukunft hat Lösungsanbieter twinwin noch einiges in petto: „Wir arbeiten weiter an unserem Ziel, dem HR und Legal Enablement, um bei Fragestellungen an dieser Schnittstelle jederzeit zu optimalen und rechtssicheren Entscheidungen zu verhelfen“, so Max Baumeister. „Daher kommen in den nächsten Monaten mehrere Module hinzu.“ Wir sind uns jedenfalls sicher: Von dem Startup twinwin hören wir noch eine ganze Menge.

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