Trend mobile HR: Das Human Resources Management wird mobil

Trend mobile HR: Das Human Resources Management wird mobil

Seitdem es Smartphones und Tablets gibt, hat sich das Leben gedreht. Für so ziemlich alle Lebensbereiche gibt es inzwischen mobile Anwendungen. Das hat auch Einfluss auf die Personalarbeit. Stichwort: Mobile HR.

Mobile HR: Im Human Resources Management angekommen?

Welchen Stellenwert hat mobile HR für Personalverantwortliche? Dieser Frage geht der HR-Software-Report 2019 unter anderem nach. Dazu wurden Personaler in der DACH-Region nach ihren HR-Software-Vorlieben befragt. Das Ergebnis: In Deutschland nutzt mehr als jeder Dritte Anwendungen, die dem Bereich mobile HR zugeordnet werden können.

HR-Software Vergleich UP

Noch einmal kurz zur Erklärung, was überhaupt hinter mobile HR steckt: Mobile HR – das sind mobile Anwendungen für das Personalwesen. Sie können per Smartphone oder Tablet abgerufen werden. Meist über eine App oder per Webbrowser.

Mobile HR: In welchen Bereichen ist es einsetzbar?

Eingesetzt werden können mobile HR Anwendungen in praktisch allen Bereichen des Human Resources Managements. Am häufigsten genutzt werden mobile HR Applikationen aber vor allem hier:

Was dabei ins Auge sticht: Gegenüber den Werten des Vorjahres entpuppen sich insbesondere mobile Anwendungen für das Recruiting als Gewinner in puncto mobile HR. In diesem Bereich legten die entsprechenden Tools binnen eines Jahres um 14 Prozentpunkte zu. Das ist durchaus beachtlich.

Besonders beliebt: Mobile Applikationen für das Recruiting

Was leisten die entsprechenden Funktionen? Zum Beispiel ist eine Recruiting-App direkt an das eingesetzte Bewerbermanagementsystem angebunden. Über die Mobilapplikation können Anwender direkt auf das Bewerbermanagementsystem zugreifen.

Auf die App haben alle Verantwortlichen eines Recruiting-Teams Zugriff. Über das Tool haben sie alle eingegangenen Bewerbungsunterlagen immer zur Hand – auch offline. Sie können sofort Rückmeldungen an andere Entscheider geben. Und dank einer automatisierten Erinnerungsfunktion gerät das auch nicht in Vergessenheit. So gelingen schnellere Abstimmungen im Team mit allen Entscheidern aus allen Fachbereichen. Dank App erhalten Bewerber laut Herstellerangaben eine bis zu 58 Prozent schnellere Rückmeldung.

Kandidaten wünschen sich schnellere Recruiting-Prozesse

Das ist ein entscheidender Vorteil für die Candidate Experience. Denn Kandidaten wünschen sich nachweislich schnellere Recruiting-Prozesse. Das belegt zum Beispiel die Erhebung „Ideales Bewerbungsverfahren aus Kandidatensicht“ von softgarden, dem Berliner Hersteller des gleichnamigen Bewerbermanagementsystems. Laut dieser finden 60 Prozent der Bewerber, dass der Gesamtprozess von der schriftlichen Bewerbung bis zur finalen Zu- oder Absage nicht länger als einen Monat dauern sollte.

softgarden nennt in einem Blogbeitrag dafür den folgenden Grund: „Kandidaten sind inzwischen an eine Welt gewöhnt, in der in vielen Bereichen alles auf Knopfdruck funktioniert. Sie laden online Bücher herunter, ohne den Weg in den Buchladen machen zu müssen. In der U-Bahn rufen sie geschäftliche Mails ab. Und auf dem Heimweg bestellen sie sich per App eine Pizza. Die liegt bereits dampfend vor der Haustür, wenn sie nach Hause kommen. Bezahlt ist sie auch – dank smartem Pay-Algorithmus innerhalb der Bestell-App. Alles geht schnell und unkompliziert.“

Kandidaten sind sich zwar bewusst, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, dieses Tempo auch im Bewerbungsprozess zu erleben. Aber monatelang auf eine Rückmeldung warten wollen sie auch nicht mehr. Hier besteht also Handlungsbedarf.

Recruiting: Steigende Ungeduld der Talente

Die steigende Ungeduld der Talente dürfte einer der Gründe sein, warum die Tendenz steigt, gerade im Bewerbermanagement auf mobile HR Anwendungen zu setzen. Aber auch in anderen Bereichen befinden sich mobile HR Anwendungen Aufwind. Sie machen die HR-Arbeit einfach flexibler.

Wer bislang noch nicht auf den mobile HR-Zug aufgesprungen ist, plant es daher laut des HR-Software-Reports 2019 in vielen Fällen für die nahe Zukunft. Fast ein Drittel der Personalexperten hat vor, in den nächsten 12 Monaten mobile Applikationen für Smartphones und Tablet zum Einsatz zu bringen.

Mobile HR: Die Akzeptanz ist da, nur das Geld ist knapp

Dabei bringt die Studie einen weiteren interessanten Fakt ans Tageslicht: Der Grund, warum viele HR-Experten noch keine mobilen Applikationen in der täglichen HR-Arbeit einsetzen, ist in großen Teilen nicht etwa auf mangelnde Akzeptanz gegenüber mobilen Anwendungen zurückzuführen.

Das ist es nicht. Vielmehr wird in den meisten Fällen das nötige Kleingeld nicht bewilligt. Dieser Umstand trifft auf fast die Hälfte der Befragten zu. Weitere 22 Prozent haben mit Widerständen seitens der Unternehmensführung zu kämpfen und 20 Prozent machen fehlende Kompetenzen dafür verantwortlich, dass das Thema mobile HR noch nicht zu ihrem täglichen Geschäft gehört. 22 Prozent der Befragten stellen den Sinn von mobile HR Anwendungen in Frage.

Weitere Gründe:

  • Im Unternehmen ist die geschäftliche Nutzung von Smartphones nicht erlaubt
  • Es gibt andere strategische Prioritäten
  • Es bestehen besondere Anforderungen an den Datenschutz und die Netzwerksicherheit

Fazit: Personalverantwortliche haben dank mobile HR Anwendungen die Möglichkeit, HR-Arbeit nicht mehr nur am Schreibtisch, sondern immer und überall zu erledigen. Das birgt insbesondere in hochagilen Umfeldern erhebliche Vorteile – zum Beispiel, wenn es um die schnellere Abstimmung über Bewerbungseingänge und die Verbesserung der Candidate Experience geht.

HR-Software Vergleich UP

Jeder Dritte verfügt bereits über mobile HR Funktionen wie Apps und nutzt die damit verbundenen Wettbewerbsvorteile. Tendenz weiter steigend – vorausgesetzt, das nötige Kleingeld wird von Entscheidern zu Verfügung gestellt. Sinnvoll wär’s.

Sie wollen sich über mobile HR Anwendungen informieren? Wir beraten Sie gerne, welcher Hersteller die besten Optionen für Sie bietet. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf.

 

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Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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