HR Software Trends 2017: Paradigmenwechsel im E-Recruiting

HR Software Trends 2017: Paradigmenwechsel im E-Recruiting

Dass es in vielen Unternehmensbereichen ohne HR Software nicht mehr geht, belegen Studien wie der HR-Software-Report 2016 immer wieder. Nun gibt es neue Zahlen, Daten und Fakten, die diese Aussage für den Bereich E-Recruiting nicht nur bestätigen, sondern auch einen regelrechten Paradigmenwechsel in der Personalauswahl andeuten.  Auf welche HR Software Trends sich Personaler im Jahr 2017 gefasst machen müssen und welche HR Software Tools sie bei ihren neuen Herausforderungen unterstützen. 

HR Software Trends 2017: Robot Recruiting auf der Überholspur

Laut des HR-Software-Reports 2016 setzen 83 Prozent der Unternehmen bereits eine HR-Software in den verschiedensten Bereichen ihrer Organisation ein.

Nun hat die Universität Bamberg Zahlen vorgelegt, die insbesondere für den Bereichen E-Recruiting- und Bewerbermanagement-Software eine kleine Revolution andeuten.

HR-Software Vergleich UP

Aus der Erhebung Recruiting Trends 2017, die jährlich in Zusammenarbeit mit dem Karriereportal Monster entsteht, lässt sich ein neuer Dreiklang für das Recruiting der Zukunft ablesen:

  1. automatisiert
  2. mobil
  3. schnell

So könnten zum Beispiel Sourcing Tools wie TalentwunderTalentBin oder das Modul cxSearch von dem HR Software Hersteller Carerix in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen.

HR Software Trends 2017: Was ist und wie funktioniert Sourcing?

Denn Zeichen der Zeit stehen ganz auf Active Sourcing – der aktiven Suche nach Kandidaten. Laut Studie sprechen die Top-1.000-Unternehmen bei „26,3 Prozent der offenen Stellen die Kandidaten direkt an. (…) Im Mittelstand wird bei knapp der Hälfte der offenen Stellen aktiv nach Kandidaten gesucht.“

Welcher HR-Software Trend sich daraus ableiten lässt, liegt auf der Hand. Die zunehmende Bedeutung von Active Sourcing könnte die Akzeptanz der automatisierten Personalbeschaffung, auch als Robot Recruiting oder Sourcing bekannt, erheblich beflügeln.

Was ist das? Vereinfacht gesagt durchsuchen die smarten Algorithmen zeitgleich mehrere Datenbanken, soziale Medien oder Businessnetzwerke nach potenziellen Kandidaten. Dabei dringen sie auch in Nischen des WWW vor, die bei „Kollege Google“ durchs Raster fallen würden.

Dazu gehören Spezialcommunities wie Stackoverflow oder Github, in denen sich viele rare IT-Talente tummeln. Aber auch soziale Medien wie Xing und LinkedIn bleiben nicht außen vor. Und weil die Tools nur in öffentlich verfügbaren Quellen nach Kandidaten fahnden, ist die Sache auch garantiert datenschutzverträglich.

Lange Zeit hegten Recruiter jedoch Bedenken gegenüber Robot Recruiting. Doch diese scheinen nun nach und nach dahinzuschmelzen. Mitunter deshalb, weil die Akzeptanz auf Seite der Kandidaten steigt und steigt. Sie wollen inzwischen lieber gefunden werden, als selbst auf die Suche zu gehen.

HR Software Trends 2017: Kandidaten wollen gefunden werden statt selbst zu suchen

HR Software Trends 2017„Aus Kandidatensicht ist zu erkennen, dass mehr als die Hälfte (der Bewerber) lieber von einem Unternehmen angesprochen werden möchte, als sich selbst dort zu bewerben“, heißt es in der Erhebung aus Bamberg. Damit ist der Anteil an Kandidaten, die lieber direkt angesprochen werden möchten seit dem Jahr 2009 um stattliche 11,5 Prozentpunkte angestiegen. Aus statistischer Sicht handelt es sich dabei um einen regelrechten Rekordwert.

Doch die Studie verrät noch mehr über die Vorlieben von Kandidaten. Ein Viertel der Talente „ist aktuell sogar bereit, für eine bessere Sichtbarkeit in Karrierenetzwerken oder Lebenslaufdatenbanken zu bezahlen, sodass Unternehmen sie besser identifizieren können.“ Noch nie standen die Zeiten für Robot Recruiting also besser: Die Kandidaten machen es den Sourcing Tools zunehmend leichter, sie zu finden.

HR Software Trends 2017: Bedenken gegenüber HR Software schwinden

Laut Studienleiter Professor Tim Weitzel ist das eine Win Win Situation für beide Seiten. Talente haben es künftig bei der Bewerbung leichter, wenn der Arbeitgeber auf sie zukommt. Und für Recruiter oder Personalberater dürfte die Rekrutierung über Sourcing Tools nicht nur schneller von der Hand gehen, sondern auch objektiver.

Der “Roboter” kann die zusammengetragenen Daten nämlich auch auf Passgenauigkeit mit einer vakanten Stelle untersuchen und dem Sourcer die gefundenen Profile in einem vorsortierten Ranking ausgeben. Dabei prüfen den Tools ausschließlich Zahlen, Daten und Fakten. Kriterien wie Hautfarbe, Geschlecht oder Ethnie sind dem Roboter dagegen wurscht.

HR Software Trends 2017: Mobile Bewerbung wird immer wichtiger

Ein weiterer HR Software Trend, der sich im E-Recruiting immer deutlicher abzeichnet: Bewerber wollen sich mobil bewerben oder mindestens mobil nach Informationen über Arbeitgeber suchen.

Zwar nutzt laut der Studie aus Bamberg mit 70,8 Prozent ein Großteil der Kandidaten noch den Laptop zur Informationssuche. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt jedoch, dass auch hier die Nutzung von Smartphones und Tablets um stattliche 11,4 Prozentpunkte bzw. 1,1 Prozentpunkte gestiegen ist. Für Unternehmen ist das ein klares Signal, dass die Mobiltauglichkeit ihrer Karrierewebseite eine entscheidende Rolle spielt.

HR Software Trends 2017: Was bei der Auswahl des Herstellers zu beachten ist

Eine Karrierewebseite zu implementieren, ist heute kein Hexenwerk mehr. Viele Hersteller von Bewerbermanagementsystemen bieten modulare Karriereseiten an, die über eine Schnittstelle bequem an die bestehende Unternehmenshomepage angebunden werden können.

Wichtig dabei ist nicht nur, dass diese auf das Corporate Design eines Unternehmens anpassbar sein müssen, sondern vor allen, dass sie responsiv gestaltet sind. Nur dann kann sie vom Bewerber  problemlos über mobile Geräte abgerufen werden. Hier also immer auf das Attribut: Responsive Design achten!

Angebote gibt es zum Beispiel bei:

Missachtet ein Arbeitgeber die Wichtigkeit der mobilen Informationsbeschaffung, bedeutet das im schlimmsten Fall, dass Kandidaten entnervt abspringen. Eine Studie des Karriereportals indeed belegt: 42 Prozent der Kandidaten haben schon einmal einen Bewerbungsprozess abgebrochen, weil ihnen dieser zu kompliziert war.

Kandidaten springen ab, wenn es zu kompliziert wird

„Während Bewerber offen sind für moderne Methoden und Ansätze bei der Jobsuche, setzen HR-Verantwortliche und Unternehmen an vielen Stellen auf Bewährtes und verlieren dabei aus dem Blick, worauf es Bewerbern ankommt. Dies muss sich dringend ändern. Landauf, landab beklagen Unternehmen einen Fachkräftemangel – daher ist es gerade jetzt Pflicht für Personaler, auf die Wünsche der Kandidaten einzugehen“, mahnt Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed in Deutschland.

Aber zurück zu den Recruiting Trends aus Bamberg, aus denen sich noch ein dritter HR Software Trend herauslesen lässt. Es ist soweit: Die One-Click-Bewerbung erwacht langsam aus ihrem Dornröschenschlaf. Für die Bewerbung auf offene Stellen nutzt der Großteil der Kandidaten zwar nach wie vor am häufigsten den Laptop.

HR Software Trends 2017: Die One-Click-Bewerbung kommt

Doch immerhin 13,0 Prozent bzw. 11,7 Prozent der Kandidaten haben für die Bewerbung auch schon das Smartphone oder das Tablet genutzt. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Beliebtheit der One-Click-Bewerbung damit merklich gestiegen.

Was ist das genau? Die One-Click-Bewerbung ermöglicht Stellensuchenden per Mausklick, ihr aktuelles Bewerberprofil aus einem Karrierenetzwerk oder einer Lebenslaufdatenbank in die Datenbank des Wunscharbeitgebers zu importieren. Daraus resultiert ein standardisiertes und deutlich beschleunigtes Bewerbungsverfahren.

Vorbei die Zeiten, in denen Bewerbungsformulare ausgefüllt werden mussten, die zum einen oft umständlich waren und zum anderen nicht zwischengespeichert werden konnten. Stürzte der Computer ab, waren alle Angaben dahin und das Talent durfte von neuem starten.

HR-Software Vergleich UP

Wer auch hier als Arbeitgeber bei der Auswahl seiner Bewerbermanagement Software mit der Zeit gehen will, sollte sich die Tools der folgenden HR Software Hersteller einmal genauer ansehen.

Sie haben  die One-Click-Bewerbung bereits in ihr Portfolio integriert und ermöglichen Talenten einen schnellen, effizienten Bewerbungsprozess. In Kombination mit einem ordentlichen Sourcing Tool klappt’s dann auch wirklich mit dem richtigen Dreiklang im Recruiting:

(Bild: © photon_photo/Fotolia.com)


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Über den Autor

Sonja Dietz

Sonja Dietz, Jahrgang 1977, ist Journalistin und Social-Media-Redakteurin. Die studierte Germanistin verfügt über eine vertiefte Expertise im Bereich Human Ressources. Sie erstellt Fachartikel, entwickelt Strategien zum zielgruppengerechten Aufbau firmeneigener Social Media-Kanäle und befüllt diese mit passgenauem Content. Ihr besonderes Interesse gilt dem Thema Digitalisierung der Arbeitswelt.

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